Fornach: Vermisster Jäger und Dackel in Wald gefunden
- Suche nach verletztem Reh endet im dichten Wald
- 177 Einsatzkräfte suchen nach dem Jäger
- Moor und dichter Bewuchs erschweren die Suche
- Hilferufe führen die Retter zum Vermissten
Ein vermisster Jäger in Fornach hat eine groß angelegte Suchaktion ausgelöst. Der 73-Jährige ist am Donnerstagabend mit seiner vierjährigen Dackel-Hündin nicht zurückgekehrt. Rund 177 Einsatzkräfte haben daraufhin stundenlang das schwer zugängliche Gebiet durchsucht. Am Freitag gegen 8 Uhr kommt die erlösende Nachricht: Der Jäger und sein Hund wurden lebend gefunden.
Suche nach verletztem Reh endet im dichten Wald
Der 73-Jährige hat zuvor einem Jagdkollegen bei der Suche nach einem angeschossenen Reh geholfen. Dabei sind der Jäger und seine Hündin in Fornach vom Weg abgekommen und haben sich verirrt. Als es dunkel wird und zu regnen beginnt, suchen die beiden Schutz unter einem Baum. Dort verbringen sie die Nacht.
Zunächst haben Jagdkollegen selbst nach dem Vermissten gesucht.
177 Einsatzkräfte suchen nach dem Jäger
Kurz nach Mitternacht wird die Polizei über den vermissten Mann informiert. In der Nacht läuft eine groß angelegte Suchaktion an. Insgesamt stehen laut den detaillierteren Einsatzangaben rund 177 Einsatzkräfte, darunter 133 Feuerwehrleute, im Einsatz.
Sieben Feuerwehren beteiligen sich an der Suche. Neben den Feuerwehren Fornach, Badstuben und Wilding-Mühlberg werden nach der Erhöhung auf Alarmstufe zwei auch Kräfte aus Frankenmarkt, Mösendorf, Oberalberting und Pfaffing hinzugezogen. Dazu kommen Polizei, Rettung, Suchhundeteams und die Österreichische Rettungshundebrigade.
Moor und dichter Bewuchs erschweren die Suche
Das Suchgebiet rund um das Kreuzbauernmoor stellt die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Das Gelände ist dicht bewachsen, teilweise sumpfig und nur schwer zugänglich. Auch Drohnen mit Wärmebildkameras kommen zum Einsatz, können den dichten Wald aber nur eingeschränkt durchdringen.
Hilferufe führen die Retter zum Vermissten
Am Freitag gegen 8 Uhr gelingt schließlich der entscheidende Durchbruch. Mitglieder der Österreichischen Rettungshundebrigade stoßen auf den Vermissten, nachdem dieser laut um Hilfe gerufen hat.
Der 73-Jährige und seine Dackel-Hündin haben die regnerische Nacht unter einem Baum verbracht. Beide sind völlig durchnässt, haben die Nacht aber offenbar ohne Verletzungen überstanden.
Nach der Rettung wird der Jäger aus Fornach medizinisch kontrolliert. Anschließend kann er wieder nach Hause gebracht werden. Auch seine vierjährige Hündin hat die stundenlange Suche und die Nacht im Wald überstanden.