Todkranker Hund bei Eiseskälte eiskalt ausgesetzt?

Bei Minusgraden irrte ein sterbenskranker Hund in Aurolzmünster auf der Straße herum. Er konnte nur nur noch erlöst werden. Die Pfotenhilfe bittet um Hilfe bei der Suche nach dem Halter, der den armen Hund womöglich eiskalt ausgesetzt hat.
Autor: Conny Engl, 07.12.2022 um 13:10 Uhr

Am Montag um kurz nach 9 Uhr meldete die Polizei beim Tierschutzhof Pfotenhilfe in Lochen, dass ein verletzter Hund im fast 50 Kilometer entfernten Aurolzmünster (Bezirk Ried im Innkreis) gefunden worden. Sofort machten sich die Mitarbeiter auf den Weg und brachten den Rüden in Sicherheit.

In schrecklichem Zustand

Bei der Erstuntersuchung stellte sich heraus, dass der Hund zwar gechippt, aber auf niemanden registriert ist. Außerdem war schnell klar, wie dramatisch der Zustand des armen Kerls war. Noch immer erschüttert schildert Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler: „Der arme Kerl war sehr alt, völlig verwahrlost, hatte eitrige Verletzungen im Gesicht und war insgesamt in einem sehr schlechten Zustand, weshalb wir ihn sofort in die Tierklinik gebracht haben. Dort wurde eine dramatische Untertemperatur festgestellt, die Atmung war nur mehr sehr schwach und die Ultraschalluntersuchung ergab mehrere kritische Befunde.

Ich muss davon ausgehen, dass der todkranke Hund zum Sterben auf die Straße gesetzt wurde – und das bei dieser Eiseskälte! Die Tierklinik konnte den Hund nur noch erlösen. – Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler

Wer kennt ihn?

Der Tierschutzhof sucht nun nach dem Halter, dem im Falle einer Aussetzung des Hundes bis zu zwei Jahre Haft drohen und bittet um Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. Am einfachsten über das Kontaktformular unter www.pfotenhilfe.at.