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Ein alter Mann im Anzug blickt in die Kamera
Altbischof Maximilian Aichern verstarb im hohen Alter von 93 Jahren.
Altbischof Maximilian Aichern verstarb im hohen Alter von 93 Jahren.
APA/DIÖZESE LINZ

Kirche trauert um Linzer Altbischof Aichern

31.01.2026 um 13:02, APA, Red
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Die Katholische Kirche und das Land Oberösterreich trauern um den Linzer Altbischof Maximilian Aichern. Er galt als sozialer Brückenbauer.

Der Linzer Altbischof Maximilian Aichern ist am Samstag im Alter von 93 Jahren gestorben. Das teilte die Diözese Linz in der Früh auf ihrer Internetseite mit. Der gebürtige Wiener, der von 1982 bis 2005 an der Spitze der Diözese stand, sei im Domherrenhaus in Linz verstorben.

Tod des Altbischofs in Linz

Mit seiner eher liberalen Amtsführung begründete er den „Linzer Weg“. Sein Engagement für den arbeitsfreien Sonntag sowie andere Anliegen der Arbeitnehmer trug ihm das Prädikat „Sozialbischof“ ein. Der Tod Aicherns markierte das Ende einer prägenden Epoche der katholischen Kirche in Oberösterreich.

Der Linzer Weg und der Sozialbischof

Aichern starb im Beisein seines Nachfolgers Manfred Scheuer, der in den letzten Stunden mit ihm und für ihn betete, hieß es von der Diözese. Er blicke traurig, aber in großer Dankbarkeit auf das Wirken Aicherns, so Scheuer. Aichern habe die Diözese Linz mit seinem weiten Herzen, seiner Menschenfreundlichkeit und seinem tiefen Glauben geprägt.

Kirchenpolitische Haltungen und Reformideen

Aichern war ein Befürworter der Diakonenweihe für Frauen, auch der Priesterweihe von Frauen stand er aufgeschlossen gegenüber. Er zeigte sich überzeugt, dass die Diakonenweihe der Frauen nicht aufzuhalten sei, da sie historisch bereits existiert habe. Ähnlich äußerte er sich zur Priesterweihe von verheirateten Männern und möglicherweise auch von Frauen.

Lebensweg zwischen Fleischhauer und Kloster

Fast wäre Aichern ein „Christkindl“ geworden, denn er erblickte am 26. Dezember 1932 in Wien das Licht der Welt. Nach der Matura arbeitete er zunächst in der elterlichen Fleischhauerei. 1954 trat er schließlich in das Benediktinerstift St. Lambrecht in der Steiermark ein.

Jahrzehnte an der Spitze der Diözese

Er studierte in Salzburg und Rom, 1959 folgte die Priesterweihe, und im Dezember 1981 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum zwölften Bischof von Linz. Am 17. Jänner 1982 empfing Aichern die Bischofsweihe, nachdem er das Amt zuvor mehrmals abgelehnt hatte. Zehn Jahre nach seinem Amtsantritt hatte er sämtliche 485 Pfarren der Diözese offiziell besucht.

Rücktritt und aktiver Ruhestand

Als sein Rücktrittsgesuch im Mai 2005 von Papst Benedikt XVI. angenommen worden war, zog er sich im Alter von 73 Jahren aus dem Amt zurück. In den Ruhestand trat er jedoch nie wirklich ein und unterstützte seine Nachfolger weiterhin. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen übernahm er Vertretungen in Pfarren und Klöstern.

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