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Altbischof Maximilian Aichern (Mitte) während der Bischofsweihe von Manfred Scheuer am 17. Jänner 2016 im Linzer Mariendom
Altbischof Maximilian Aicherns Gesundheitszustand hat sich stark verschlechtert.
Altbischof Maximilian Aicherns Gesundheitszustand hat sich stark verschlechtert.
APA-Images / fotokerschi / WERNER KERSCHBAUMMAYR

Zustand kritisch: Sorge um Altbischof wächst

30.01.2026 um 13:47, Marcel Toifl
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Der Gesundheitszustand von Altbischof Maximilian Aichern hat sich verschlechtert. Die Diözese Linz bittet um Gebet für den 93-jährigen Geistlichen.

Die Sorge in der Diözese Linz wächst. Der Gesundheitszustand von Altbischof Maximilian Aichern hat sich deutlich verschlechtert. Wie die Diözese Donnerstagabend mitteilt, bereitet sich der 93-jährige Ordensmann auf das Sterben vor. Bischof Manfred Scheuer und Abt Alfred Eichmann vom Stift St. Lambrecht bitten um das Gebet für Aichern.

Gebetsaufruf für Altbischof Maximilian Aichern

Bischof Manfred Scheuer und Abt Alfred Eichmann richten sich mit einem persönlichen Aufruf an Gläubige und Wegbegleiter. „Voll Dankbarkeit blicken wir auf sein langes, erfülltes und segensreiches Wirken als Abt von St. Lambrecht und als Bischof der Diözese Linz zurück. Jetzt ist es an uns, ihn auf seinem letzten irdischen Weg im Gebet zu begleiten“, halten die beiden wörtlich fest. Sie laden dazu ein, „für Bischof Maximilian um Kraft, Trost und innere Ruhe zu beten und sein Leben vertrauensvoll in Gottes Hände zu legen“.

Ein Leben im Dienst der Kirche

Maximilian Aichern kommt am 26. Dezember 1932 in Wien zur Welt. Sein Vater ist Fleischhauer. Nach der Matura arbeitet er zunächst im elterlichen Betrieb. 1954 tritt er in das Benediktinerstift St. Lambrecht in der Steiermark ein. Sein Theologiestudium führt ihn nach Salzburg und Rom. In der Ewigen Stadt empfängt er 1959 die Priesterweihe. Anschließend wirkt er als Kaplan in der Stiftspfarre St. Lambrecht und als Berufsschulkatechet.

Vom Abt zum Bischof

Mit 32 Jahren wird Aichern Abt-Koadjutor. 1977 folgt er als Abt von St. Lambrecht nach. Vier Jahre später ernennt ihn Papst Johannes Paul II. zum zwölften Bischof von Linz. Am 17. Jänner 1982 erhält er in Linz die Bischofsweihe. Von Beginn an legt er großen Wert auf soziale Verantwortung, seelsorgliche Nähe und den Dialog mit Gläubigen wie mit der Gesellschaft.

Wirken und Verantwortung

Innerhalb der österreichischen Bischofskonferenz trägt Aichern Verantwortung für die Orden, die Katholische Aktion sowie die Arbeitnehmerseelsorge. Unter seiner Leitung entsteht 1990 der „Sozialhirtenbrief“, ein bis heute prägendes Dokument kirchlicher Soziallehre in Österreich. Ein besonderes Anliegen bleibt ihm das Verhältnis von Frauen und Kirche. Während seiner Amtszeit beginnt auch das kirchliche Umdenken im Fall des später seliggesprochenen Wehrdienstverweigerers Franz Jägerstätter.

Rückzug und Nachfolge

Etwa einen Monat nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. tritt Aichern aus Altersgründen zurück. Im September 2005 übergibt er das Amt des Linzer Bischofs an Ludwig Schwarz. Seither verfolgt er kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen mit wachem Interesse. Jetzt begleiten ihn Weggefährten, Freunde und Gläubige im Gebet auf seinem letzten Weg.

Quellen und weiterführende Informationen

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