Kommentar: Einfach nur asozial!

Plünderungen von bäuerlichen Hofläden nehmen zu. Chefredakteur Gerhard Gall hat dazu eine klare Meinung.
Autor: Gerhard Gall, 15.06.2022 um 08:31 Uhr

Tiefer geht’s kaum: Immer wieder müssen Hofläden Verluste hinnehmen, weil Asoziale – anders kann man sie nicht nennen – die Kassen und Regale der bäuerlichen Selbstbedienungsläden plündern. Ohne darüber nachzudenken, was sie mit ihrer Unverfrorenheit und Rücksichtslosigkeit anrichten. Zum Schaden kommt bei den Bestohlenen nämlich noch der Frust über den Vertrauensbruch. Und der nervt viele Ladenbesitzer mittlerweile in so hohem Ausmaß, dass sie sich zurecht fragen, warum sie diese Dienstleistung noch aufrecht erhalten sollen. Es geht dabei keineswegs  um Peanuts. Wenn eine Fleischvitrine ausgeräumt wird, sind auf die Schnelle ein paar Hunderter weg. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern definitiv kriminell!

Hofläden sind für viele Oberösterreicher eine unverzichtbare Einkaufsquelle für hochwertige regionale Nahrungsmittel geworden. Soll diese wertvolle Nahversorgungsschiene wegen solchen schwarzen Schafen wieder verschwinden? Die Antwort kann nur ein klares Nein sein! Es hat bei uns bereits Förderungen für Alarmanlagen und Sicherheitstüren gegeben. Warum also nicht für Investitionen  zur Diebstahlvermeidung in solchen Einrichtungen? Die Agrarpolitik ist aufgefordert, über entsprechende Unterstützung nachzudenken. Die Allgemeinheit dankt für zielführende Lösungen.