Der Ibiza-Untersuchungsauschuss als Theater?

Unsmart......anders kann man die Auftritte mancher VertreterInnen des Ibiza-Ausschusses nicht nennen. Abgesehen vom „Oasch“-Sager einer Stephanie Krisper (Neos) oder der degoutanten Semmelfresserei eines Jan Krainer (SPÖ) tun sich in diesem Kreis immer wieder Abgründe der menschlichen Umgangskultur auf. So tief, dass man sich manchmal wünscht, dass die Agitatoren zu einem Benimm-Kurs verdonnert werden, ehe man Sie auf andere loslässt. Und zu einer inneren Standortfeststellung, bei der ihnen klar und deutlich gemacht wird, was sie sind. Nämlich Gehaltsempfänger auf der Payroll des Steuerzahlers, in dessen Interesse nicht Showeinlagen und Selbstdarstellungsorgien, sondern effiziente Ergebnisse liegen. Auch wenn jemand noch so oft auftritt als sei er Großinquisitor, Richter und Staatsanwalt in Personalunion. Ganz brennend tauchten die vorgenannten Wünsche wieder auf, als man sich letztens anstellte, Wirtschaftstreibende wie KTM-Chef Stefan Pierer oder Investor René Benko wie Schulerbuben vorzuführen. Man muss Wirtschaftskapitänen gegenüber nicht devot sein. Aber ein Mindestmaß an Respekt ist angebracht. Das ist eine Frage der Smartness, die ja bekanntermaßen nicht lernbar ist.  Im Übrigen wünschen wir Stephanie Krisper und Jan Krainer, dass sie in ihrer Lebensbilanz sagen können, dass Sie als Politiker ähnlich Gewichtiges für unser Land geleistet haben  wie ein Stefan Pierer als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber.

Autor: Gerhard Gall, 28.10.2020