Corona: OÖ startet am Wochenende mit Impfung für Kinder

Donnerstagmittag hat die europäische Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung für den Einsatz des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer für fünf- bis elfjährige Kinder erteilt. Die Zustimmung der EU-Kommission als weiterer Schritt gilt als Formsache, auch der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums NIG dürfte danach nichts im Weg stehen.

Das Bundesland Oberösterreich startet nun dieses Wochenende eine erste Möglichkeit zur Impfung von fünf- bis elfjährigen Kindern. Mittels „Off-label-Impfaktionen“ werden bis zu 2.000 Impfungen angeboten.

Alle Erziehungsberechtigten, die ihre Kinder bereits für eine Impfung angemeldet haben – wir haben berichtet –, wurden bereits per SMS über die Impfmöglichkeiten informiert. Sie haben den Vorteil, ihre Kinder als erste für einen Impftermin am Wochenende anmelden zu können. Laut Presseaussendung des Landes OÖ stehen die Termine „selbstverständlich auch für jene, die sich bisher noch nicht vormerken ließen zur Verfügung, soweit die ersten Kontingente ausreichen.“ Die Vormerkung für die noch folgenden Kinderimpfaktionen bleibt weiterhin aufrecht.

Die Kinder-Impfangebote am Wochenende:

Salzkammergutklinikum, Standort Vöcklabruck:
am 26. November, nur mit Anmeldung (an diesem Tag findet an diesem Standort keine Pop-Up-Impfung statt)

Kindergruppenpraxis im Klinikum Kirchdorf, Kirchdorf an der Krems:
am 26. November, nur mit Anmeldung

Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried:
am 26. November, nur mit Anmeldung

Primärversorgungszentrum Enns (PVE):
am 27. November von 10 bis 14 Uhr, ohne Anmeldung

Öffentliche Impfstraßen des OÖ Roten Kreuzes:
Schärding: am 27. November, nur mit Anmeldung
Steyr: am 27. November, nur mit Anmeldung
Linz: am 27. November, nur mit Anmeldung
Linz-Land: am 28. November, nur mit Anmeldung

LH-Stellvertreterin und Gesundheitsreferentin Christine Haberlander kündigt an: „Sobald die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums vorliegt, werden die weiteren Angebote und Planungen präsentiert.“ Weiters betont Haberlander: „Die Impfung ist der wirksamste Schutz gegen einen schweren Verlauf der Krankheit. Wichtig ist uns aber, dass die Ärzte genug Zeit bekommen, um mit den Erziehungsberechtigten ein Beratungsgespräch zu führen, weshalb die Schutzimpfung der Kinder in eigens dafür geplanten Settings durchgeführt werden.“

Der Ärztliche Direktor des Salzkammergut-Klinikums Dr. Tilman Königswieser, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Leiter des Expertengremiums im Krisenstab des Landes OÖ weist darauf hin, dass die Delta-Virusvariante bei Kindern und Jugendlichen hohe Infektionsraten und im Vergleich zu den bisherigen Varianten deutlich mehr schwere Krankheitserfahrungen zeige. „Die Erfahrungen in den USA mit mehr als 900.000 geimpften Kindern in der Altersgruppe zwischen fünf und zwölf Jahren sind sehr gut. Die Impfung ist ein guter und sicherer Schutz“, so Königswieser.

Autor: Conny Engl, 25.11.2021