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Flugzeugabsturz Attersee: Fluglehrer und Flugschülerin wurden später tot im Wrack entdeckt.
Attersee: Ein 73-jähriger Wasserretter beobachtete den Flugzeugabsturz unmittelbar vom Ufer aus.
Attersee: Ein 73-jähriger Wasserretter beobachtete den Flugzeugabsturz unmittelbar vom Ufer aus.
APA-Images / Laurin Christl

„Keine Chance“: Wasserretter erlebt Attersee-Absturz hautnah

28.08.2026 um 10:26, Yunus Emre Kurt
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Ein 73-jähriger Wasserretter beobachtete den tödlichen Flugzeugabsturz am Attersee aus nächster Nähe. Seine Schilderungen gehen unter die Haut.

Nur wenige Sekunden dauerte das Unglück, doch die Bilder wird Wilfried Hilscher wohl nicht mehr vergessen. Der 73-Jährige arbeitete am Mittwochvormittag an seinem Boot am Attersee, als er ein ungewöhnliches Geräusch hörte. Kurz darauf sah der erfahrene Wasserretter, wie ein Kleinflugzeug nahezu senkrecht Richtung See stürzte und mit dem Propeller voraus auf der Wasseroberfläche aufschlug. Für die beiden jungen Insassen gab es keine Rettung mehr.

Augenzeuge hört plötzlich ungewöhnliches Geräusch

Wilfried Hilscher befand sich am Mittwochvormittag am Ufer des Attersees und arbeitete an seinem Boot. Plötzlich nahm er ein ungewöhnliches, dumpfes Geräusch wahr. Gegenüber SALZBURG24 verglich er es mit einer Fehlzündung eines alten VW Käfers.

Als der 73-Jährige daraufhin nach oben blickte, sah er das Kleinflugzeug bereits im steilen Sinkflug. Der erfahrene Wasserretter schilderte, dass die Maschine mit einem Winkel von ungefähr 80 Grad Richtung Wasser gekommen sei. Der Anblick habe ihn an eine Szene aus einem Kriegsfilm erinnert.

Maschine schlägt beinahe senkrecht auf

Das Flugzeug vom Typ Tecnam P2002JF-Sierra schlug mit dem Propeller voraus auf dem Attersee auf. Danach ging alles sehr schnell. Laut Hilscher war die Maschine nur noch wenige Sekunden an der Oberfläche zu sehen.

Anschließend verschwand sie vollständig im See. Zurück blieben lediglich Trümmerteile und Schaumstoff. Die Absturzstelle befand sich rund 300 Meter vom Ufer entfernt und wurde später mit Bojen markiert. Die Feuerwehr berichtete ebenfalls, dass das Flugzeug unmittelbar nach dem Aufprall unterging.

Wasserretter erkennt sofort: Keine Chance

Besonders belastend war die Situation für Hilscher, weil er selbst Rettungsschwimmer und Bootsführer bei der Wasserrettung Nußdorf ist. Normalerweise wäre er nach eigenen Worten einer der Ersten gewesen, die ins Wasser springen.

Doch in diesem Fall habe er sofort erkannt, dass keine direkte Rettungsmöglichkeit mehr bestand. Gemeinsam mit einem Kollegen verständigte er umgehend Feuerwehr, Polizei und Rettung. Binnen kurzer Zeit lief ein Großeinsatz am Attersee an.

Feuerwehr, Polizei, Wasserrettung und Rotes Kreuz suchten den Bereich mit Booten ab. Später kamen Sonargeräte und Tauchroboter zum Einsatz, weil sich die Maschine in enormer Tiefe befand.

Zwei junge Deutsche sterben im Wrack

Das Kleinflugzeug war um 11.04 Uhr am Flughafen Salzburg zu einem Schulungsflug gestartet. Gegen 11.23 Uhr brach der Kontakt ab, zwei Minuten später wurde der Absturz im Bereich von Steinbach am Attersee gemeldet.

Am Abend konnten die Einsatzkräfte das Wrack in rund 160 Metern Tiefe lokalisieren. Mithilfe einer Kamera an einem Tauchroboter wurden auch die beiden Insassen im Flugzeug entdeckt. Die Polizei bestätigte später, dass es sich um einen 24-Jährigen und eine 19-Jährige aus Deutschland handelt.

Bei den Opfern soll es sich um einen Fluglehrer und seine Flugschülerin handeln. Die Ursache des Absturzes ist weiterhin ungeklärt. Das Landeskriminalamt Oberösterreich und die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes haben die Ermittlungen übernommen.

Die Bergung des Wracks ist aufgrund der enormen Tiefe technisch äußerst aufwendig. Die Maschine liegt an einer der tiefsten Stellen des Attersees und wurde beim Aufprall offenbar stark beschädigt.

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