Nitsch im Gespräch mit Pröll

Zwei die sich verstehen und andere in ihren Bann ziehen. Der urgewaltige Weinviertler Künstler Hermann Nitsch und der wortgewaltige ehemalige Landeshauptmann Erwin Pröll trafen sich im Nitsch-Museum in Mistelbach.
Autor: Andi Dirnberger, 19.10.2020 um 12:26 Uhr

Ex-Landeshauptmann Erwin Pröll war am Samstag, 17. Oktober 2020 zu Gast bei Hermann Nitsch in Mistelbach. Umgeben von Nitschs neuen Farbkompositionen, inspiriert von Pfingstrosen, Rosen und Gladiolen in leuchtenden Farben, moderierte Journalistin Judith Weissenböck das launige Gespräch.

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Er ist ein kleiner Gott

Nitsch und Pröll verbindet eine langjährige Freundschaft. Auf die Frage, ob er sich an die erste Begegnung mit Nitsch erinnern kann, sagte Pröll: „Er ist ein kleiner Gott und wenn man den lieben Gott trifft, merkt man sich das ein Leben lang. Und wenn es einen Nitsch noch nicht gäbe, müsste man ihn mit seinem Werk erschaffen.“ Nitsch konterte: „Wenn ich ein Gott wäre, dann sitzt hier ein anderer Gott. Es ist ein Glücksgefühl, dass jemand mein Werk so versteht.“

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