Brand im Föhrenwald: Kampf gegen Glutnester
Inhalt
- Großbrand forderte Großeinsatz der Feuerwehr
- Großbrand unter Kontrolle – aber noch keine Entwarnung
- Nachlöscharbeiten nach Großbrand dauern an
- Glutnester nach Großbrand bleiben größte Gefahr
Ein verheerender Großbrand hat am Mittwoch den Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) erschüttert. Wegen der rasanten Ausbreitung der Flammen wurde die höchste Alarmstufe B4 ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit standen rund 100 Hektar Wald in Flammen. Die gewaltige Rauchsäule des Großbrands war kilometerweit sichtbar und sorgte in weiten Teilen Niederösterreichs für Besorgnis. Anrainer wurden per Handy-Alert gewarnt, Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig meiden.
Großbrand forderte Großeinsatz der Feuerwehr
Mehr als 50 Feuerwehren mit über 500 Einsatzkräften kämpften gegen den Großbrand. Unterstützung kam aus der Luft: Mehrere Löschhubschrauber des Innenministeriums, des Bundesheeres sowie eines privaten Betreibers warfen unzählige Ladungen Wasser über dem Brandgebiet ab. Zusätzlich standen Spezialkräfte für Waldbrandbekämpfung und Drohnen im Einsatz, um die Ausbreitung der Flammen zu überwachen und gezielt zu bekämpfen. Die extreme Trockenheit und die hohen Temperaturen erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Großbrand unter Kontrolle – aber noch keine Entwarnung
Am Mittwochabend gelang es den Einsatzkräften, den Großbrand unter Kontrolle zu bringen. Von einem endgültigen Brand-Aus kann jedoch noch keine Rede sein. Die Feuerwehr betont, dass weiterhin die Gefahr besteht, dass sich das Feuer erneut ausbreitet. Erst wenn sämtliche Glutnester beseitigt sind, kann der Einsatz beendet werden.
Nachlöscharbeiten nach Großbrand dauern an
Auch am Donnerstag konzentrieren sich die Einsatzkräfte auf die umfangreichen Nachlöscharbeiten. Mehrere Hubschrauber sind weiterhin im Einsatz und versorgen die Brandfläche mit Löschwasser. Feuerwehrleute arbeiten sich Meter für Meter durch das betroffene Waldgebiet, um versteckte Brandstellen aufzuspüren. Die Arbeiten könnten sich noch bis Freitag hinziehen.
Glutnester nach Großbrand bleiben größte Gefahr
Die größte Herausforderung nach dem Großbrand sind die zahlreichen Glutnester im Waldboden und in Wurzelstöcken. Sie sind oft von außen nicht sichtbar und können jederzeit wieder offene Flammen verursachen. Deshalb wird der Boden systematisch kontrolliert und aufgelockert, bevor verbliebene Glut mit Wasser gelöscht wird. Die nahezu windstillen Bedingungen kommen den Einsatzkräften dabei zugute. Erst wenn alle Glutnester vollständig gelöscht sind, kann endgültig Entwarnung gegeben werden.