Oktoberfest: Erste Alk-Vergiftung nach 4 Stunden
- 19-Jähriger nicht mehr stehfähig
- Arm beim Armdrücken gebrochen
- Kopfüber in Fahrgestell
- Fast 600 Versorgungen am ersten Tag
- Wiesn: 430 Einsatzkräfte vor Ort
Das hat nicht lange auf sich warten lassen: Bereits vier Stunden nach der Wiesn-Eröffnung musste der erste Patient mit einer Alkoholvergiftung versorgt werden.
19-Jähriger nicht mehr stehfähig
Ein erst 19-jähriger Bursche hat auf der Wiesn ordentlich über die Stränge geschlagen. Wie die Aicher Ambulanz (Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest) informiert, sei der junge Mann nicht mehr stehfähig gewesen. Daraufhin haben seine Freunde den Rettungsdienst alarmiert, laut ihnen habe er eine ganze Flasche Wodka getrunken. Vor Ort wurde ihm eine Infusion gelegt und er wurde mit einer Trage zur Sanitätsstation gebracht, wo er seinen Rausch ausschlafen konnte.
Arm beim Armdrücken gebrochen
Das war aber bei Weitem nicht der einzige Vorfall auf der Wiesn. Ein 25-jähriger Berliner hat sich beim Armdrücken den Arm gebrochen. Die Sanitäter kümmerten sich um den „armen Kerl“ im Akutraum.
Kopfüber in Fahrgestell
Schließlich wurde die Aicher Ambulanz auch noch mit mehreren Tragen zu einem besonderen Einsatz gerufen. Besucher eines Fahrgeschäfts sollen kopfüber festgehangen haben. Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, waren die Personen bereits wieder auf dem Boden, vor allem einige Jugendliche klagten über leichten Schwindel und Kreislaufprobleme. Nach kurzer Betreuung und Untersuchung konnten jedoch alle erleichtert und selbstständig zurück auf das Festgelände gehen.
Fast 600 Versorgungen am ersten Tag
Gegen 22.30 Uhr berichtet der Sanitätsdienst, dass sich der Abend dem Ende zuneige und man bei den versorgten Patienten auf die Marke 600 zusteuere. Vor allem Alkoholvergiftungen, Kreislaufprobleme, kurzzeitige Ohnmachtsanfälle bzw. Bewusstlosigkeiten und chirurgische Verletzungen wurden behandelt.
Wiesn: 430 Einsatzkräfte vor Ort
Die Aicher Ambulanz Union ist ein privater Rettungs- und Sanitätsdienst aus München und seit 2018 für die medizinische Versorgung auf dem Oktoberfest zuständig. Während der Wiesn betreibt sie die Sanitätsstation auf der Theresienwiese und ist mit mobilen Teams auf dem Festgelände unterwegs. Für die 16 Festtage 2026 stehen rund 430 Einsatzkräfte, darunter 36 Ärzte, bereit. An Spitzentagen sind bis zu rund 140 Personen gleichzeitig im Dienst. Versorgt werden unter anderem Verletzungen, Kreislaufprobleme, Alkoholvergiftungen und andere medizinische Notfälle.