Perfider Betrug: Polizei sucht Opfer von diesem Mann
- Lagebericht – Festnahme des Verdächtigen
- Hintergrund: Schockanruf, Kautionstrick & Medizintrick
- Ermittlungen & Taten
- Fotoveröffentlichung – Aufruf an mögliche Opfer
- Polizei warnt – Präventionstipps
Lagebericht – Festnahme des Verdächtigen
Am 7. Jänner 2026 haben Polizistinnen und Polizisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich einen 22‑jährigen polnischen Beschuldigten in Buch in Tirol auf frischer Tat festgenommen, unmittelbar, nachdem dieser Bargeld abgeholt hatte, das zuvor herausgelockt worden war. Das Geld wurde sichergestellt und dem Opfer wieder ausgehändigt.
Hintergrund: Schockanruf, Kautionstrick und Medizintrick
Der Verdächtige steht im Zusammenhang mit einer kriminellen Organisation, die sich als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte ausgibt, um ältere Menschen am Telefon zu manipulieren. Angebliche Notfälle sowie schwere Unfälle oder lebensbedrohliche Krankheiten von Angehörigen werden vorgetäuscht, damit die Opfer hohe Summen Bargeld oder Wertgegenstände übergeben.
Ermittlungen und Taten
Zwischen achten Dezember 2025 und siebten Jänner 2026 konnten Kriminalisten dem Beschuldigten sieben vollendete gewerbsmäßige Betrugshandlungen zuordnen (vier Kautionstrick, drei Medizintrick) – in Ternitz, Hollabrunn, Bruck an der Mur, Innsbruck, Salzburg und zwei Fällen in Deutschland. Zwei weitere Anrufe blieben beim Versuch. Der Beschuldigte zeigte sich überwiegend geständig und wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.
Fotoveröffentlichung – Aufruf an mögliche Opfer
Da weitere Straftaten nicht ausgeschlossen werden können, bittet die Polizei um Veröffentlichung der Lichtbilder des Beschuldigten und ruft mögliche weitere Opfer auf, sich beim Landeskriminalamt Niederösterreich unter 059133‑30‑3333 zu melden.
Polizei warnt – Präventionstipps
Die Polizei Niederösterreich hat zur Prävention weiterer Betrugsfälle wichtige Tipps parat.
- Richtige Polizisten/Ärzte holen niemals Bargeld oder Schmuck ab!
- Vorsicht bei unbekannten Anrufern!
- Fragen Sie sich: Kann die Geschichte stimmen?
- Sprechen Sie sofort mit Verwandten und Freunden!
- Geben Sie keine Details über Ihr Vermögen preis!
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie auf!
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte!
- Fordern Sie von angeblichen Polizisten einen Dienstausweis!
- Kontaktieren Sie die Notrufnummer 133 und fragen Sie, ob es diese Person wirklich gibt!
- Sprechen Sie mit Ihrer Familie – vor allem ältere Generationen sind betroffen.