Bluttat erschüttert Kärnten: Mann stirbt nach Axt-Angriff
Inhalt
- Täter soll noch Wohnungsschlüssel besessen haben
- Nachbarn alarmierten die Polizei
- Frontalcrash kurz nach der Tat
- Hilfe bei Gewalt
Ein mutmaßliches Gewaltverbrechen sorgt in Kärnten für Entsetzen. In der Nacht auf Montag soll ein 27-jähriger Mann in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin in St. Veit an der Glan eingedrungen sein und sie sowie ihren neuen Partner mit einer Axt attackiert haben.
Für den 29-jährigen Mann kam jede Hilfe zu spät. Die 30-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen, konnte jedoch noch aus der Wohnung flüchten. Sie wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Laut Polizei schwebt sie in Lebensgefahr.
Täter soll noch Wohnungsschlüssel besessen haben
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler verschaffte sich der 27-Jährige gegen 2 Uhr früh Zutritt zur Wohnung seiner Ex-Partnerin. Offenbar verfügte er noch über einen Wohnungsschlüssel. In der Wohnung soll der Mann seine ehemalige Lebensgefährtin mit einer rund 80 Zentimeter langen Axt angegriffen haben. Trotz ihrer schweren Verletzungen gelang es der Frau, ins Freie zu flüchten und Hilfe zu holen.
Ihr neuer Lebensgefährte hatte hingegen keine Überlebenschance. Er wurde noch am Tatort tot aufgefunden.
Nachbarn alarmierten die Polizei
Ausgelöst wurde der Einsatz durch einen Notruf aus der Nachbarschaft. Zeugen meldeten Schreie aus der Wohnung sowie den Verdacht, dass eine Frau angegriffen werde.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie den 29-Jährigen bereits tot vor. Die schwer verletzte Frau wurde umgehend medizinisch versorgt und anschließend in das Klinikum Friesach gebracht.
Frontalcrash kurz nach der Tat
Nach der Attacke soll der Verdächtige den Autoschlüssel seiner Ex-Partnerin an sich genommen und den Tatort verlassen haben. Wenig später kam es auf der S37 bei Zollfeld zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Lastwagen. Der Lenker des Pkw starb noch an der Unfallstelle.
Nach aktuellem Ermittlungsstand handelt es sich dabei um den mutmaßlichen Täter. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Frontalcrash absichtlich herbeigeführt wurde.
Die Hintergründe der Bluttat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Hinweise auf weitere beteiligte Personen gibt es derzeit nicht. Die Polizei untersucht nun den genauen Ablauf der Ereignisse sowie das Motiv des 27-Jährigen.
Hilfe bei Gewalt
Wer von Gewalt betroffen ist oder Unterstützung benötigt, kann sich an folgende Stellen wenden:
- Frauenhelpline (kostenlos, rund um die Uhr): 0800 222 555
- Männernotruf: 0800 246 247
- Rat auf Draht: 147
- Polizei-Notruf: 133