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Mitarbeiter im Paulaner-Festzelt auf dem Oktoberfest in München (Symbolbild)
Im Paulaner-Festzelt auf dem Oktoberfest ist es nach einem Streit zu einem Personalengpass gekommen. Sieben Schankkellner haben ihre Arbeit niedergelegt. (Symbolbild)
Im Paulaner-Festzelt auf dem Oktoberfest ist es nach einem Streit zu einem Personalengpass gekommen. Sieben Schankkellner haben ihre Arbeit niedergelegt. (Symbolbild)
APA-Images / ChromOrange / Michael Bihlmayer

Oktoberfest-Streit eskaliert: Kellner werfen plötzlich hin

30.09.2026 um 10:40, Jovana Borojevic
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Oktoberfest-Chaos im Paulaner-Festzelt: Nach einem Streit um Bier haben sieben Kellner ihre Arbeit niedergelegt. So reagierte der Wiesn-Wirt.

Mitten im Oktoberfest 2026 kracht es hinter den Kulissen. Im Paulaner-Festzelt haben gleich sieben Schankkellner ihre Arbeit niedergelegt. Nach einem Streit mit Wiesn-Wirt Lorenz Stiftl gingen die Mitarbeiter und sorgten damit ausgerechnet am Zapfhahn für einen kurzfristigen Personalengpass, wie deutsche Medien, darunter Bild, Münchner Abendzeitung und Stern, berichten. Die Gäste sollen von dem Wirbel allerdings nichts mitbekommen haben. Bedienungen und Helfer aus einem Nachbarzelt sprangen ein und hielten den Bierausschank am Laufen.

Oktoberfest 2026: Das steckt hinter den sieben Kündigungen

Auslöser für den ungewöhnlichen Personal-Knall soll ausgerechnet Bier gewesen sein. Nach Angaben einer Sprecherin von Festwirt Lorenz Stiftl erwischte dieser am Montag gegen 17 Uhr zwei Schankkellner beim Biertrinken in einem Vorraum vor einem Kühlraum. Für die Mitarbeiter herrsche während der Arbeit ein striktes Alkoholverbot. Als Stiftl die beiden darauf angesprochen habe, sei es zum Streit gekommen.

In der Folge legten insgesamt sieben Schankkellner ihre Arbeit nieder. Damit fehlten plötzlich wichtige Mitarbeiter für den Bierausschank im Paulaner-Festzelt. Zunächst sprangen Bedienungen ein. Laut „Abendzeitung“ halfen zudem zwei zufällig anwesende Braumeister von Paulaner. Schließlich schickte der Wirt des benachbarten Hacker-Festzelts drei Schankkellner für rund eine Stunde zur Unterstützung. Laut Sprecherin bekamen die Gäste von dem Engpass nichts mit.

​Streit im Paulaner-Festzelt: Unterschiedliche Darstellungen

Wie heftig es hinter den Kulissen tatsächlich zuging, wird unterschiedlich dargestellt. Aus Mitarbeiterkreisen ist laut „Abendzeitung“ von einer „heftigen Auseinandersetzung“ die Rede. Die Sprecherin des Wiesn-Wirts Lorenz Stiftl widerspricht dieser Darstellung allerdings. Zu einer heftigen oder gar körperlichen Auseinandersetzung sei es „definitiv nicht“ gekommen.

Auch bei den Kündigungen im Paulaner-Festzelt unterscheiden sich die Schilderungen in Details. Gegenüber BILD erklärte die Sprecherin, einer der Mitarbeiter habe schließlich von selbst gekündigt. Weitere Kollegen hätten sich daraufhin solidarisiert und ebenfalls angekündigt, gehen zu wollen. Die „Abendzeitung“ berichtet dagegen unter Berufung auf die Sprecherin, die beiden beim Biertrinken ertappten Schankkellner hätten gekündigt. Übereinstimmend wird berichtet, dass insgesamt sieben Schankkellner ihre Arbeit beendeten.

​Münchner Wiesn-Wirte reagieren auf den Bier-Zoff

Auch die Vereinigung der Münchner Wiesn-Wirte meldete sich nach dem Vorfall auf dem Oktoberfest zu Wort. „Die Wiesn-Familie hält eben zusammen und hilft sich gegenseitig“, hieß es mit Blick auf die schnelle Unterstützung aus dem Hacker-Festzelt.

Beim eigentlichen Auslöser findet die Vereinigung hingegen deutliche Worte. Alkohol am Arbeitsplatz sei „kein Kavaliersdelikt“ und könne auch auf dem Oktoberfest nicht geduldet werden. Lange blieb der Personalengpass nicht bestehen. Bereits am Dienstagmorgen sollen im Paulaner-Festzelt acht neue Schankkellner eingestellt worden sein.

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