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Themenbild für den Konkurs der Obrist Gruppe mit Sitz in Lustenau
Aus für die Obrist Gruppe: Über das Vermögen der Unternehmen in Lustenau wurde das Konkursverfahren eröffnet.
Aus für die Obrist Gruppe: Über das Vermögen der Unternehmen in Lustenau wurde das Konkursverfahren eröffnet.
KI-generiert/dall.e/Marcel Toifl

Fast 25 Millionen fehlen: Aus für heimischen E-Fuel-Pionier

30.09.2026 um 10:11, Marcel Toifl
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Konkurs der Obrist Gruppe in Lustenau: Obrist Powertrain & Obrist Technologies sind mit knapp 25 Mio. Euro verschuldet. Eine Fortführung ist nicht geplant.

Über das Vermögen der in Lustenau ansässigen Obrist Gruppe sowie ihrer beiden Tochtergesellschaften wurde am Landesgericht Feldkirch das Konkursverfahren eröffnet. Das für seine innovativen Hybrid-Antriebe („HyperHybrid“) und klimapositiven Technologien bekannte Unternehmen ist zahlungsunfähig. Eine Fortführung der Betriebe ist nicht geplant, womit das endgültige Aus für die Technologiegruppe bevorsteht.

​Aus für Vorarlberger Innovator: Konkurs über Obrist Gruppe eröffnet

Die Vorarlberger Technologiegruppe rund um Gründer und Geschäftsführer Frank Obrist hat am 30. September 2026 Eigenanträge auf Eröffnung eines Konkursverfahrens beim Landesgericht Feldkirch eingebracht. Betroffen von der Pleite sind die beiden zentralen Säulen der Gruppe:

  • Obrist Powertrain GmbH: Gegründet im Jahr 2014, zeichnete das Unternehmen für die Entwicklung des seriellen Hybrid-Antriebssystems „HyperHybrid“ verantwortlich. Das System kombinierte einen eigens entwickelten Verbrennungsmotor mit alternativen Kraftstoffen. Von der Insolvenz sind 9 Dienstnehmer und 34 Gläubiger betroffen.
  • Obrist Technologies GmbH: Das Unternehmen verwaltete das geistige Eigentum, die Patentrechte sowie Entwicklungen im Bereich klimaneutraler E-Fuels, CO₂-Abscheidung und Methanolerzeugung. Hier sind keine Dienstnehmer angestellt, jedoch 10 Gläubiger betroffen.

​Hohe Entwicklungskosten, Autokrise und geänderte EU-Strategie

Nach Angaben der Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV liegen die Ursachen des Zusammenbruchs vor allem in den jahrelangen, immensen Entwicklungsaufwendungen für die Technologie. Ein nachhaltiger Durchbruch am Markt blieb trotz hoher Innovationen aus.

Erschwerend kam die anhaltende Krise der europäischen Automobilindustrie hinzu. Auch die strategische Weichenstellung der Europäischen Union, langfristig vorrangig auf rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) zu setzen, dämpfte die Nachfrage nach den von Obrist entwickelten seriellen Hybridsystemen spürbar. Zuletzt scheiterten auch Verhandlungen mit ausländischen Investoren über ein potenzielles Joint Venture, was das finale Aus besiegelte. Das vom Konkurs nicht betroffene Unternehmen Obrist Engineering entwickelt unter anderem Komponenten für Klimaanlagen.

​Über 24 Millionen Euro Verbindlichkeiten: Sofortige Schließung

Die Gesamtforderungen belaufen sich bei beiden Gesellschaften zusammen auf fast 25 Millionen Euro. Bei der Obrist Powertrain GmbH stehen Verbindlichkeiten von rund 18,85 Millionen Euro zu Buche (davon 12 Millionen Euro bei Banken und 6,5 Millionen Euro Gesellschafterforderungen). Bei der Obrist Technologies GmbH betragen die Schulden rund 6,08 Millionen Euro (davon ca. 5,4 Millionen Euro Gesellschafterforderungen).

Fakten zum Konkurs der Obrist Gruppe (Quelle: KSV1870 / AKV):

  • Unternehmen: Obrist Powertrain GmbH & Obrist Technologies GmbH (Lustenau)
  • Verfahren: Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch (Eröffnung am 30.09.2026)
  • Verbindlichkeiten: Insges. ca. 24,93 Mio. Euro (Powertrain: ~18,85 Mio. € / Technologies: ~6,08 Mio. €)
  • Betroffene: 9 Dienstnehmer (Powertrain) sowie insgesamt 44 Gläubiger
  • Insolvenzgrund: Hohe R&D-Kosten, Autokrise, EU-Fokus auf reines Elektroauto, gescheiterte Investorengespräche
  • Zukunft: Keine Unternehmensfortführung, Schließung eingeleitet

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