Gefälschte Rechnung per E-Mail: Betrug in Kärnten kostet Opfer zehntausende Euro
- Täuschend echte Rechnung führt zu hoher Überweisung
- Gezielter Angriff mit Insiderwissen
- Polizei warnt vor ähnlichen Fällen
- So schützen Sie sich vor gefälschten Rechnungen
Ein raffinierter Betrug mit einer gefälschten Rechnung sorgt aktuell in Kärnten für Aufsehen. Unbekannte Täter haben den E-Mail-Account eines Bauunternehmens gehackt und eine täuschend echte Rechnung an einen Kunden verschickt. Der 37-jährige Klagenfurter ging davon aus, eine offene Forderung für tatsächlich durchgeführte Bauarbeiten zu begleichen und überwies mehrere zehntausend Euro.
Täuschend echte Rechnung führt zu hoher Überweisung
Der Vorfall hat sich bereits am 9. April ereignet. Die Täter haben gezielt eine Rechnung erstellt, die inhaltlich korrekt war, jedoch eine manipulierte Kontonummer enthielt. Das Geld floss dadurch nicht an das Bauunternehmen, sondern auf ein deutsches Konto der Betrüger. Der Schwindel ist erst aufgefallen, als die Zahlung bereits durchgeführt war.
Gezielter Angriff mit Insiderwissen
Die Täter hatten offenbar genaue Kenntnisse über die Geschäftsbeziehung zwischen Firma und Kunde. Die gefälschte Rechnung wirkte daher glaubwürdig und professionell. Der Fall deutet auf einen gezielten Cyberangriff hin, bei dem Unternehmen und deren Kommunikation ausgespäht werden.
Polizei warnt vor ähnlichen Fällen
Nach der Anzeige durch das Opfer hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Laut Behörden sind zuletzt vermehrt ähnliche Betrugsfälle mit manipulierten Rechnungen bekannt geworden. Die Masche ist nicht neu, nimmt aber deutlich zu.
So schützen Sie sich vor gefälschten Rechnungen
Die Polizei empfiehlt, bei jeder Rechnung insbesondere bei hohen Beträgen die Kontodaten genau zu prüfen. Im Zweifel sollte die Überweisung erst nach telefonischer Rückfrage beim Unternehmen erfolgen. Auch Firmen sind gefordert, ihre IT-Sicherheit zu erhöhen, um solche Angriffe zu verhindern.