Mit "Elektra" wird neue Theatersaison eingeläutet

Hugo von Hofmannsthal schrieb im Jahre 1903 die einaktige Tragödie "Elektra" . Darin weicht das lichte Griechentum eines Winckelmann oder Goethe zugunsten der finsteren, brutalen, fast barbarischen Seite dieser Zivilisation. Dunkle Kräfte treiben die Figuren der Handlung an. Klytämnestra, die einst ihren aus dem Krieg heimgekehrten Gatten Agamemnon umbrachte, um mit dessen Cousin Aegisth zusammenleben zu können, wird von schlechtem Gewissen und Angst vor dem Hass ihrer Tochter Elektra gequält. Für diese aber ist die Erwartung der blutigen und als rauschhaft imaginierten Rache an ihrer Mutter zum einzigen Lebensinhalt geworden.

Unter Strom

Schon mit den ersten Akkorden seiner Oper setzt Richard Strauss seine ZuschauerInnen unter Strom und zieht sie in einen Strudel aus lustvoller Verzweiflung, wollüstigem Hass und tiefschwarzer Glückseligkeit. Präzise analysiert der Komponist die dunklen Antriebe des menschlichen Handelns und schuf so mit Elektra ein in seiner Wahrhaftigkeit gewaltiges und unerreichtes Monument seelischer Abgründe.

Präventionskonzept

Chefdirigent Nicholas Carter übernimmt die musikalische Leitung, in der Titelrolle ist Nicola Beller Carbone zu sehen. Das Kärntner Sinfonieorchester spielt, um die Covid 19 – Verordnungen einhalten zu können, auf der Bühne. Für die KünstlerInnen, MitarbeiterInnen und das Publikum wurde ein umfangreiches Präventionskonzept entwickelt.

Aufführungen

Die Premiere geht am 17. September 2020 über die Bühne. Weitere Infos und Termine finden Sie hier.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic , 08.09.2020