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Die Wiener Städtische präsentiert positive Quartaslzahlen
Generaldirektor Dr. Ralph Müller und Landesdirektor Ing. Mag. Ferdinand Bucher präsentieren die Geschäftsentwicklung der Wiener Städtischen.
Generaldirektor Dr. Ralph Müller und Landesdirektor Ing. Mag. Ferdinand Bucher präsentieren die Geschäftsentwicklung der Wiener Städtischen.
Gernot Gleiss / Wiener Städtische

Wiener Städtische Kärnten wächst weiter: Starke Zahlen trotz schwierigem Umfeld

01.07.2026 um 14:02, Anna Kirschbaum
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Die Wiener Städtische Kärnten legt 2026 kräftig zu. Prämien steigen, Vorsorge boomt, Schäden nehmen zu. Alle Zahlen zur Entwicklung im Überblick.

Die Wiener Städtische Versicherung bleibt in Kärnten und Osttirol auf Wachstumskurs. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und politischer Spannungen legt das Unternehmen im ersten Quartal 2026 deutlich zu und bestätigt seine starke Marktposition.

Kräftiges Plus bei Prämien in mehreren Sparten

Die Geschäftsentwicklung zeigt sich robust: Insgesamt nimmt die Wiener Städtische in den ersten drei Monaten des Jahres 79,2 Millionen Euro an Prämien ein. Besonders dynamisch entwickelt sich die Schaden- und Unfallversicherung mit einem Plus von 9,1 Prozent auf 48,6 Millionen Euro.

Auch die Krankenversicherung wächst weiter und erreicht 12,5 Millionen Euro, ein Anstieg von 1,5 Prozent. Die Lebensversicherung bleibt stabil und bringt 18,1 Millionen Euro ein.

„Mit unserem Jahresauftakt können wir – trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen – sehr zufrieden sein“, sagt Landesdirektor Ferdinand Bucher.

Lebensversicherung bleibt zentraler Vorsorgetreiber

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist die steigende Nachfrage nach privater Altersvorsorge. Besonders hybride und fondsgebundene Lebensversicherungen gewinnen an Bedeutung.

Hintergrund ist das wachsende Bewusstsein, dass die staatliche Pension allein oft nicht ausreicht. „Die Lebensversicherung hat ein klares Alleinstellungsmerkmal: Sie zahlt als einziges Vorsorgeprodukt am Markt eine garantierte monatliche private Rente bis zum Lebensende“, erklärt Bucher.

Gesundheitssystem unter Druck treibt private Vorsorge

Auch im Gesundheitsbereich zeigt sich ein klarer Trend: Immer mehr Menschen setzen auf private Absicherung. Laut einer Umfrage sieht fast die Hälfte der Bevölkerung eine Verschlechterung im öffentlichen Gesundheitssystem.

Lange Wartezeiten und ein Mangel an Kassenärzten treiben besonders jüngere Menschen in die private Vorsorge. Bereits jede dritte Person verfügt über eine Zusatzversicherung – ein Höchststand.

Hohe Schadensleistungen durch Unwetter und Kostenanstieg

Parallel zum Wachstum steigen auch die Auszahlungen deutlich. Im ersten Quartal 2026 zahlt die Wiener Städtische rund 54 Millionen Euro an Leistungen aus – das entspricht etwa 870.000 Euro pro Arbeitstag.

Treiber sind vor allem Naturereignisse wie Niederschläge, Frost und Schneedruck. Gleichzeitig erhöhen steigende Krankenhauskosten und eine stärkere Inanspruchnahme die Belastung.

„Wir gehen aus heutiger Sicht von einem weiterhin hohen Leistungsniveau aus“, so Bucher.

Ausbau des Teams: Neue Jobs und Lehrstellen geplant

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen baut die Wiener Städtische auch ihre Belegschaft weiter aus. Aktuell sind 227 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 23 Lehrlinge – ein Rekordwert.

Bis Jahresende sollen zusätzliche 15 Mitarbeiter sowie sechs Lehrlinge aufgenommen werden. Damit reagiert das Unternehmen auf steigende Nachfrage und einen bevorstehenden Generationenwechsel.

Stabile Entwicklung mit Blick auf die Zukunft

Die Wiener Städtische zeigt sich damit auch in einem herausfordernden Umfeld stabil und wachstumsstark. Der Mix aus steigender Nachfrage, breitem Produktangebot und regionaler Präsenz sichert die positive Entwicklung.

Für die kommenden Monate bleibt vor allem die Entwicklung bei Schäden und Gesundheitskosten ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage nach privater Vorsorge weiter zunehmen.

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