Tiefstand bei Lehrverträgen
Der ÖGJ-Lehrlingsmonitor ist eine bundesweite Befragung von Lehrlingen im Auftrag des ÖGB und der AK. Sie erfasst nicht nur die subjektiven Ausbildungsbedingungen der Lehrlinge, sondern zeigt auch auf, dass die Zahl der betrieblichen Lehrstellen einen historischen Tiefstand erreicht hat.
„Immer weniger Betriebe beteiligen sich an der Ausbildung von Lehrlingen. Die Befragung zeigt, dass es an mehr als 16.800 Lehrstellen fehlt – ein Zeichen für dringend benötigte Veränderung bei den Lehrausbildungen“, betont AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
Parallel zur Lehrstellenlücke sinkt die Qualität der Lehrausbildungen. „Ganze 37% der über 6.000 Befragten gaben an, schlechte oder sehr schlechte Ausbildungsbedingungen zu erfahren – das ist der höchste Wert seit 2015. Ausbildungsfremde Aufgaben, nicht abgegoltene Überstunden, Mobbing, sexuelle Belästigung und Probleme mit Mitarbeiter:innen oder Vorgesetzten verschlechtern die Situation. Dies führt leider dazu, dass jeder vierte Lehrling nicht im erlernten Beruf bleiben möchte. Das Image erreicht aber dennoch fast jenes der Matura“, erklärt AK-Lehrlingsexpertin Jasmin Katzensteiner.
Kontakt
Kammer für Arbeiter und Angestellte für das Burgenland
Wiener Straße 7
7000 Eisenstadt
Telefon: +43 2682 740
Mail: akbgld@akbgld.at
Web: bgld.arbeiterkammer.at
