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Trikot des Wolfsberger AC in der Lavannttal Arena
Dicke Luft im Lavanttal: Die Spielergewerkschaft VdF will den Wolfsberger AC wegen vermeintlich nicht bezahlter Erfolgsprämien vor Gericht zerren.
Dicke Luft im Lavanttal: Die Spielergewerkschaft VdF will den Wolfsberger AC wegen vermeintlich nicht bezahlter Erfolgsprämien vor Gericht zerren.
GEPA pictures/ Avni Retkoceri

"Gab es noch nie": Gewerkschaft geht gegen WAC vor

28.05.2026 um 11:04, Marcel Toifl
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Der Wolfsberger AC steht wegen vermeintlich nicht gezahlter Prämien in der Kritk. Die Spielergewerkschaft VdF will nun rechtliche Schritte einleiten.

Über ein Jahr nach dem historischen Triumph im ÖFB-Cup sieht sich der Wolfsberger AC mit massiven Vorwürfen und einer drohenden Klagswelle konfrontiert. Die „Vereinigung der Fußballer“ (VdF) macht nun ernst und will offizielle rechtliche Schritte gegen Klub-Präsident Dietmar Riegler und die Vereinsführung des Bundesligisten einleiten. Der Grund für den drastischen Schritt wiegt schwer: Zahlreiche Spieler sowie Ex-Trainer Dietmar „Didi“ Kühbauer sollen bis heute auf ihre vertraglich zugesicherten Prämien für den Pokalsieg aus dem Mai 2025 warten.

Präzedenzfall im österreichischen Fußball: Das Ultimatum der VdF ist abgelaufen

Knapp 13 Monate später droht der historische Erfolg jedoch komplett im Chaos zu versinken. Wie die Spielergewerkschaft VdF gegenüber der Krone betont, habe man im Sinne des Vereins viel Nachsicht walten lassen und das persönliche Gespräch mit WAC-Boss Dietmar Riegler gesucht.

Diese Geduld ist nun jedoch endgültig erschöpft. VdF-Gewerkschaftschef Gernot Baumgartner stellt im Interview mit der Krone unmissverständlich klar, dass die Fristen ohne Ergebnis verstrichen sind: „Das dritte Ultimatum ist jetzt abgelaufen. Wir hatten wirklich sehr viel Geduld und Nachsicht mit Herrn Riegler.“ Gegenüber weekend.at bestätigt Baumgartner im "Worst-Case" rechtlich vorgehen zu wollen.

Kühbauer und Ex-Profis betroffen: Wer noch immer auf sein Geld wartet

Die interne Abwicklung der versprochenen Bonuszahlungen sei beim WAC von Anfang an alles andere als reibungslos oder professionell abgelaufen. Während jene Profis, die aktuell noch im Kader der Kärntner stehen, ihre Zahlungen nach langem Zögern im Februar 2026 erhalten hätten, würden andere Beteiligte weiterhin in die Röhre schauen. Besonders bitter stößt der Vorfall den Akteuren auf, die den Verein unmittelbar nach dem Erfolg verlassen haben:

  • Aktuelle Kaderspieler: Sollen ihre Prämie erst mit Verzögerung im Februar 2026 erhalten haben.
  • Abgewanderte Profis: Insgesamt acht Spieler, die den WAC im Sommer 2025 verließen, sollen bis heute keinen Cent gesehen haben.
  • Trainer-Team: Auch Ex-Coach Didi Kühbauer warte nach wie vor vergeblich auf die Auszahlung seiner vertraglichen Erfolgsprämie.

Niedrige Beträge, aber eine Frage der Ehre: Gewerkschaft zieht vor Gericht

Besonders kurios ist die Annahme, dass es sich bei den ausstehenden Geldern keineswegs um astronomische Summen handle, die das Budget des Vereins gefährden könnten. VdF-Chef Gernot Baumgartner stellt gegenüber weekend.at klar, dass es sich vielmehr um „niedrige vierstellige Beträge pro Spieler“ handle. Genaue Summen wollte er dabei nicht nennen.

Dass der Verein die Zahlung verweigere bzw. verschleppe, veranlasse die Gewerkschaft nun zu einem drastischen Schritt, den es im heimischen Profifußball in dieser Form noch nie gegeben hat. Baumgartner kündigt gegenüber weekend.at die Klage an und findet harte Worte für das Verhalten der Vereinsführung: „Grundsätzlich ist es eine Frage der Ehre. Wir werden jetzt rechtliche Schritte einleiten. So etwas gab es noch nie, dass etwas vereinbart und dann nicht eingehalten wurde. Normalerweise halten sich Vereine an getroffene Vereinbarungen.“

Seitens des Wolfsberger AC will man sich gegenüber weekend.at nicht zu der Causa äußern.

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