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Dietmar Kühbauer während der Meisterfeier von LASK Linz
Partylöwe und Meistermacher: Dietmar Kühbauer feiert mit dem LASK das historische Double und singt live im ORF-Mikrofon.
Partylöwe und Meistermacher: Dietmar Kühbauer feiert mit dem LASK das historische Double und singt live im ORF-Mikrofon.
Screenshot/ORF

Wilde Meisterfeier: Kühbauer lallt ins Mikrofon

18.05.2026 um 12:57, Marcel Toifl
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Der LASK ist österreichischer Meister! Trainer Dietmar Kühbauer feiert mit tausenden Fans in Linz das historische Double. Die Feier wurde wur wildne Partynacht.

Es gibt kein Halten mehr in Oberösterreich! Nach 61 Jahren des Wartens krönt sich der LASK zum österreichischen Meister. Nach dem entscheidenden 3:0-Sieg über die Wiener Austria kehrte die Mannschaft als frischgebackener Double-Sieger nach Linz zurück, wo sie von tausenden begeisterten Fans empfangen wurde. Mittendrin: Meistercoach Dietmar Kühbauer, der bei der emotionalen Feier bewies, dass er nicht nur taktisch, sondern auch am Glas die absolute Nummer eins ist.

Der Moment des Triumphs: „Es fällt so viel Druck runter“

In Wien hatte „Don Didi“ zunächst noch gefasst und stoisch auf den ersten Bundesliga-Titel seiner Trainerkarriere reagiert. Nach den ersten Umarmungen mit seiner Frau Ingrid und den Töchtern gab der 55-jährige Burgenländer tiefen Einblick in seine Gefühlswelt: „Es fällt so viel Druck jetzt runter. Als ich hergekommen bin, wollten wir überleben. Wenn du dann den Cupsieg machst und so knapp an der Meisterschaft bist, bist du immer unter Strom.“
 

Kühbauer hatte das Team im Oktober als Vorletzten übernommen und ein wahres Fußball-Wunder vollbracht. Kapitän Sascha Horvath brachte die kollektive Begeisterung auf den Punkt: „Es ist ein Wunder, wir waren am Boden. Ich weiß nicht, was er anders gemacht hat, es ist einfach der Kühbauer.“

Kühbauers Party-Ansage: „Soll die Leber morgen zwicken“

Schon auf dem Rasen der Generali Arena machte der Coach unmissverständlich klar, dass die Nacht in Linz geschichtsträchtig werden würde. Seine Kabinen- und Partyordnung formulierte er gewohnt humorvoll: „Wenn du so etwas Utopisches schaffst, dann weiß eh jeder, was er zu tun hat. Aber ich bin nicht dazu da, dass ich jedem das Bier reindrücken muss. Es ist jeder für sich selbst verantwortlich. Ich kann für sich sagen, wenn man so etwas schafft, geht man über die Grenze drüber. Soll die Leber morgen quietschen.“ bzw. „Wir haben etwas Utopisches geschafft. Heute gehen wir über Grenzen, soll die Leber morgen zwicken. Das, was die anderen nicht trinken, trinke ich für sie.“
 

Die absolute Hochachtung vor seinen Spielern ging Kühbauer ebenfalls leicht über die Lippen: „Ich würde alle Jungs adoptieren, weil sie es einfach so gut gemacht haben. Wir haben Woche für Woche abgeliefert, jeden Gegner aus dem Rennen genommen.“

Ekstase auf der Gugl: Ein Meister-Trainer im Party-Modus

Bei der Ankunft vor der Raiffeisen Arena kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Tausende Anhänger skandierten jahrelang sehnsüchtig: „65 war’n ma Meister, und des is vü z’lang her!“ – nun war der Traum real. ORF-Moderator Ernst Hausleitner bat den stark illuminierten Trainer auf die Bühne. Kühbauer herzte zunächst jeden seiner Spieler mit Bussis, ehe er wankend ins Mikrofon lallte: „Wos ma erreicht hobn? Zwei Titel! Zwei Titel in einer Saison!“

Während hinter ihm die Bengalos brannten, stemmte er mit Hilfe seiner Co-Trainer Manfred Nastl und Maximilian Ritscher den Teller. Zum krönenden Abschluss der Live-Übertragung auf ORF Sport+ schnappte sich Kühbauer das Mikrofon von Reporter Dennis Bankowsky und grölte leidenschaftlich den Queen-Klassiker „We are the Champions“ in die Nacht.

Mit Blick auf die vergangenen 61 titellosen Jahre scherzte er: „Zum Glück war ich heute dabei, denn das würde ich dann wohl nicht mehr miterleben.“

Zukunft ungewiss: Champions League oder das Ausland?

Mit dem Titel sichert sich der LASK nicht nur ein Fünf-Millionen-Euro-Zuckerl, sondern auch die Chance auf die Königsklasse. Ob Kühbauer im Play-off zur Champions League an der Seitenlinie steht, ist jedoch offen – ihn zieht es in die Ferne: „Ich freue mich jetzt einmal riesig über den Erfolg. Alles, was kommt, steht sowieso in den Sternen.“

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