WM 2026: Baumgartner-Ersatz steht jetzt fest
Inhalt
- Rangnick ändert seine Meinung
- Herzog überrascht von der Wahl
- Starke Leistungen bei Schalke
- Vielseitig einsetzbar
- Baumgartner bereits angekommen
- Interner Test statt Generalprobe
- Freier Tag vor dem WM-Auftakt
Wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel Österreichs gibt es doch noch eine Veränderung im Kader. Dejan Ljubicic wurde von Teamchef Ralf Rangnick für den verletzten Christoph Baumgartner nachnominiert und reist nun ins Teamquartier nach Kalifornien.
Die Entscheidung kommt überraschend, denn zunächst hatte Rangnick auf eine Nachnominierung verzichtet. Umso größer ist nun die Aufmerksamkeit rund um den 28-jährigen Mittelfeldspieler.
Rangnick ändert seine Meinung
Nach der schweren Muskelverletzung von Christoph Baumgartner hatte der ÖFB zunächst keinen Ersatzspieler nominiert. Nun erfolgte jedoch die Kehrtwende. Dejan Ljubicic erhält auf den letzten Drücker sein Ticket für die Fußball-Weltmeisterschaft und wird rechtzeitig zum Turnierstart zum Nationalteam stoßen. Eine ausführliche Begründung für die Entscheidung blieb Teamchef Ralf Rangnick bislang schuldig.
Herzog überrascht von der Wahl
Für ORF-Experte Andreas Herzog kommt die Nachnominierung durchaus überraschend. Vor allem der Zeitpunkt werfe Fragen auf. „Er hat bei Schalke sehr gut gespielt, aber mich überrascht der Zeitpunkt und der Spielertyp“, erklärte Herzog. Der ehemalige ÖFB-Star sieht Ljubicic zudem nicht als direkten Ersatz für Baumgartner. „Da gibt es Spekulationen, ob nicht noch jemand anderer angeschlagen ist“, sagte Herzog.
Starke Leistungen bei Schalke
Sportlich hat sich Ljubicic seine Chance allerdings erarbeitet. Der frühere Rapid-Spieler wechselte im Jänner von Dinamo Zagreb zum deutschen Traditionsverein Schalke 04, wo Miron Muslic als Trainer tätig ist. Dort entwickelte sich der Mittelfeldspieler rasch zu einer wichtigen Stütze. Im Frühjahr absolvierte er alle Pflichtspiele seines Teams und sammelte in 15 Einsätzen vier Tore sowie drei Assists.
Vielseitig einsetzbar
Ein weiterer Vorteil: Ljubicic gilt als äußerst flexibel. Der Mittelfeldspieler kann sowohl zentral als auch auf der rechten Seite eingesetzt werden. Damit eröffnet er Rangnick zusätzliche Optionen für die bevorstehenden Aufgaben bei der Weltmeisterschaft. Bisher absolvierte Ljubicic neun Länderspiele für Österreich. Sein letzter Einsatz im Nationalteam liegt allerdings bereits mehr als zweieinhalb Jahre zurück.
Baumgartner bereits angekommen
Während Ljubicic noch auf dem Weg ins Teamcamp ist, befindet sich Christoph Baumgartner bereits in Kalifornien. Der verletzte Schlüsselspieler wurde nach seiner Operation in Finnland erfolgreich behandelt und setzt seine Rehabilitation nun im Kreise der Mannschaft fort. Trotz seines WM-Ausfalls möchte der 26-Jährige seine Teamkollegen vor Ort unterstützen.
Interner Test statt Generalprobe
Am Mittwoch absolvierte die Mannschaft in Santa Barbara unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein internes Testspiel. Dabei wurde dreimal 15 Minuten gespielt und kräftig durchrotiert. Linksverteidiger Alexander Prass sprach anschließend von einem intensiven Training. „Wir sind schon an die Grenzen gegangen, aber ohne unnötiges Risiko einzugehen“, erklärte der Hoffenheim-Legionär.
Auch Patrick Wimmer zog ein positives Fazit. Rückschlüsse auf die Startelf seien allerdings kaum möglich. Denn laut Rangnick seien die Karten nach dem Testspiel gegen Tunesien noch einmal neu gemischt worden.
Freier Tag vor dem WM-Auftakt
Am Donnerstag genießt das Team erstmals seit der Ankunft in Kalifornien einen freien Tag. Viele Spieler wollen die Gelegenheit nutzen und einen Ausflug nach Los Angeles unternehmen. Danach richtet sich der Fokus endgültig auf den WM-Start.
Am 17. Juni trifft Österreich in Santa Clara auf Jordanien und bestreitet damit sein erstes WM-Spiel seit 1998.