Unterhaus: Chaos um neue dritte Liga eskaliert
Inhalt
- Regionalliga Nord verliert nächsten Klub
- Bürmoos sagte bereits ab
- Bischofshofen fehlt trotz sportlicher Qualifikation
- Auch Oberösterreich kämpft mit Problemen
- Start mit nur 14 Teams möglich
- Zukunft der Liga weiter offen
Die neue Regionalliga Nord steckt schon vor ihrem ersten Anpfiff tief im Chaos. Immer mehr Vereine verzichten freiwillig auf die Teilnahme an der neuen dritten Spielklasse. Nach dem SV Bürmoos und dem ASKÖ Oedt soll nun auch der UFC Siezenheim abgesagt haben. Damit wird eine geplante 16er-Liga immer unrealistischer.
Regionalliga Nord verliert nächsten Klub
Die Negativmeldungen rund um die neue Regionalliga Nord reißen derzeit nicht ab. Ab der kommenden Saison sollen eigentlich jeweils acht Vereine aus Salzburg und Oberösterreich gemeinsam die neue dritte Leistungsstufe bilden. Doch die Umsetzung entwickelt sich zunehmend zum Problemfall.
Nun sorgt der UFC Siezenheim für die nächste Hiobsbotschaft. Laut mehreren Berichten brachte eine vereinsinterne Umfrage innerhalb der Mannschaft ein negatives Ergebnis. Deshalb gilt es als äußerst wahrscheinlich, dass auch die Klubführung auf einen Aufstieg verzichten wird. Damit würde Salzburg bereits den dritten Verein verlieren.
Bürmoos sagte bereits ab
Schon am Wochenende hatte der SV Bürmoos seine Teilnahme überraschend abgesagt. Dabei hatte sich die Mannschaft zunächst noch für das Abenteuer Regionalliga Nord ausgesprochen. Letztlich entschied sich der Vorstand allerdings dagegen.
Als Gründe nannte der Verein organisatorische und infrastrukturelle Probleme. Bürmoos wäre eigentlich als Nachrücker vorgesehen gewesen, nachdem der Sportklub Bischofshofen keine Zulassung für die neue Liga erhalten hatte.
Bischofshofen fehlt trotz sportlicher Qualifikation
Der Ausschluss des BSK 1933 brachte die ursprüngliche Planung überhaupt erst ins Wanken. Eigentlich war vorgesehen, dass die sechs verbliebenen Westligisten sowie die zwei besten Teams aus der Salzburger Liga die acht Salzburger Teilnehmer bilden.
Doch weil Bischofshofen keine Zulassung für die Saison 2026/27 erhielt, musste kurzfristig nach einem weiteren Verein gesucht werden. Diese Suche gestaltet sich nun allerdings immer schwieriger.
Auch Oberösterreich kämpft mit Problemen
Nicht nur Salzburg steht vor großen Herausforderungen. Auch in Oberösterreich sorgte zuletzt eine überraschende Entscheidung für Aufsehen: Der ASKÖ Oedt zog sich freiwillig aus der Regionalliga zurück und kündigte einen Neustart in der fünften Liga an.
Der Klub rund um Salzburgs Ex-Trainer Gerald Baumgartner begründete den Rückzug mit fehlender Infrastruktur sowie mangelnder Unterstützung durch die Gemeinde. Damit fehlt nun auch Oberösterreich plötzlich ein Teilnehmer.
Start mit nur 14 Teams möglich
Inzwischen stellt sich immer mehr die Frage, ob die Regionalliga Nord überhaupt wie geplant mit 16 Mannschaften starten kann. Eine 14er-Liga scheint plötzlich ein realistisches Szenario zu werden.
Auch beim oberösterreichischen Verband zeigte man sich zuletzt überrascht über die Entwicklungen. „Ich habe es selbst gerade erfahren“, erklärte Roland Mayrhofer, zuständig für den Spielbetrieb in Oberösterreich, gegenüber der „Krone“. Ob eine kleinere Liga denkbar sei? „Da müssen sich die beiden Landesverbände abstimmen“, so Mayrhofer weiter.
Zukunft der Liga weiter offen
Die Situation zeigt deutlich, wie schwierig die Umsetzung der neuen Liga aktuell ist. Viele Vereine kämpfen offenbar mit finanziellen, organisatorischen und infrastrukturellen Herausforderungen. Gerade die zusätzlichen Reisen und höheren Anforderungen schrecken zahlreiche Klubs ab. Dabei sollte die Regionalliga Nord ursprünglich einen sportlichen Qualitätsschub für beide Bundesländer bringen.
Statt Aufbruchsstimmung herrscht derzeit allerdings vor allem Unsicherheit. Ob die Liga tatsächlich mit 16 Mannschaften startet oder kurzfristig angepasst werden muss, dürfte sich nun in den kommenden Wochen entscheiden.