Nach Platz-Verlust: BSK 1933 reagiert scharf
Inhalt
- Neustart mit Fokus auf Nachwuchs
- BSK reagiert mit Unverständnis
- Klub weist Vorwürfe zurück
- Nachwuchs als Argument und Streitpunkt
- Zukunft des Vereins offen
Die Entscheidung ist gefallen und sie sorgt für ordentlich Wirbel im Pongau: Der Skiclub Bischofshofen übernimmt künftig den Fußballplatz der Stadtgemeinde. In einer geheimen Abstimmung sprach sich die Gemeindevertretung mit deutlicher Mehrheit (20:3 Stimmen) für das Konzept des Skiclubs aus.
Damit steht fest: Der BSK 1933 verliert ab 1. Juli seine langjährige Heimstätte.
Neustart mit Fokus auf Nachwuchs
Beim Skiclub wird die Entscheidung als klare Chance gesehen. Präsident Manfred Schützenhofer spricht von einem „Auftrag“, Fußball in Bischofshofen wieder stärker zu verankern.
Geplant ist eine eigene Fußballsektion unter dem Dach des Skiclubs, mit besonderem Fokus auf Kinder und Jugendliche. Auch Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ) argumentiert in diese Richtung. Kritik habe es zuletzt vor allem daran gegeben, dass beim BSK der Nachwuchsbereich nur bis zur U13 reiche.
BSK reagiert mit Unverständnis
Beim BSK 1933 sorgt die Entscheidung für massive Kritik. Obmann Josef Reiter zeigt sich fassungslos und spricht von einer „unverständlichen Entscheidung“. Ein funktionierender Verein mit rund 300 Mitgliedern, darunter etwa 200 Kinder, verliere damit seine sportliche Grundlage. Besonders hart treffe es die Nachwuchsspieler und Teams, die nun ohne Trainings- und Spielstätte dastehen.
Klub weist Vorwürfe zurück
In einer Stellungnahme wehrt sich der BSK auch gegen die Kritik an seiner Struktur. Dass der Nachwuchsbereich aktuell bei der U13 endet, habe konkrete Hintergründe, unter anderem frühere Aussagen und Entscheidungen aus dem Umfeld der Gemeinde. Zudem weist der Verein den Vorwurf zurück, stark auf „Legionäre“ zu setzen. Viele Spieler stammen laut Klub aus der Region Pongau und Umgebung, andere seien längst in der Region integriert und berufstätig.
Nachwuchs als Argument und Streitpunkt
Der Nachwuchs wird damit zum zentralen Streitpunkt. Während die Gemeinde den Ausbau der Jugendarbeit als Argument für die Entscheidung nennt, kontert der BSK mit aktuellen sportlichen Erfolgen im Nachwuchsbereich, darunter deutliche Siege und erfolgreiche Turniere am vergangenen Wochenende.
Zukunft des Vereins offen
Trotz des Rückschlags will der BSK nicht aufgeben. Der Verein kündigt an, weiterzumachen und alternative Lösungen zu prüfen. Bis spätestens 15. Mai muss der Drittligist jedoch einen neuen Spielort für die kommende Saison bekannt geben, eine Herausforderung, die über die sportliche Zukunft entscheiden könnte.