Sturm gegen Fenerbahçe: Das sind die möglichen Aufstellungen
- Das sind die möglichen Aufstellungen
- Sturm glaubt an die Sensation
- Ingolitsch kündigt mehr Risiko an
- Fenerbahçe klar im Vorteil
- Mammutprogramm belastet Sturm
Für Sturm Graz steht im Europacup ein Abend der Entscheidung bevor. Gegen das hochkarätig besetzte Fenerbahçe brauchen die Steirer eine außergewöhnliche Leistung, um ihre Chance auf den Aufstieg am Leben zu halten. Vor ausverkauftem Haus wollen die Grazer von Beginn an für Druck sorgen.
Die Hoffnung auf eine Sensation lebt jedenfalls. Spieler und Trainer setzen dabei vor allem auf die Unterstützung der Fans. Gelingt Sturm das erste Tor, könnte sich die Ausgangslage schlagartig verändern und die Partie in Liebenau eine völlig neue Dynamik bekommen.
Das sind die möglichen Aufstellungen
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch könnte folgende Elf ins Rennen schicken: Khudyakov, Heil, Vallci, Mitchell, Soglo, Weinhandl, Stankovic, Hödl, Seidl, Weiper und Jatta.
Fenerbahçe könnte beginnen mit Mert, Semedo, Skriniar, Ake, Brown, Kante, Guendouzi, Greenwood, Marco Asensio, Kerem und Talisca.
Sturm glaubt an die Sensation
Für zusätzliches Selbstvertrauen sorgt Nelson Weiper. Der 21-jährige Leihstürmer aus Mainz schoss Sturm am Samstag in Hartberg als Joker mit einem Doppelpack zum 2:0-Erfolg. Nun hofft er auf einen ähnlichen Erfolgslauf auf internationaler Bühne.
„Wenn wir ein Tor machen, ist alles möglich, dann brennt die Hütte“, erklärte Weiper vor dem Europacup-Duell. Auch Jacob Peter Hödl setzt auf die Atmosphäre in Liebenau. Mit den Fans im Rücken wolle die Mannschaft alles versuchen, um das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen.
Ingolitsch kündigt mehr Risiko an
Trainer Fabio Ingolitsch will seine Mannschaft offensiver auftreten lassen als im Hinspiel. Sturm werde ein „kalkulierteres und höheres Risiko“ eingehen. Besonders große Bedeutung misst der Coach dem ersten Treffer der Partie bei.
Gelingt es den Grazern, defensiv zunächst keinen Gegentreffer zu kassieren und selbst zuzuschlagen, erwartet Ingolitsch eine aufgeheizte Atmosphäre. „Dann wird Liebenau wirklich brennen“, sagte der Sturm-Coach. Gleichzeitig warnte er davor, die Balance völlig zu verlieren und dem Gegner dadurch zu große Räume zu ermöglichen.
Fenerbahçe klar im Vorteil
Die Favoritenrolle liegt dennoch eindeutig beim türkischen Vizemeister. Mehr als 80 Millionen Euro wurden im Sommer in den Kader investiert. Neben der individuellen Qualität spricht auch die Statistik für Fenerbahçe: In neun Duellen mit österreichischen Vereinen gingen die Türken bisher nie als Verlierer vom Platz.
„Die Wahrscheinlichkeiten sind ganz stark auf der Seite von Fenerbahçe“, räumte Ingolitsch ein. Solange eine Chance vorhanden sei, wolle Sturm diese aber ergreifen. Der türkische Spitzenclub verfolgt seinerseits ein großes Ziel: Erstmals seit der Saison 2008/09 soll wieder der Sprung in die Champions League gelingen.
Angeführt wird Fenerbahçe unter anderem von Torjäger Talisca. Im Falle eines Aufstiegs würde im Play-off die nächste anspruchsvolle Aufgabe warten. Für Sturm geht es deshalb darum, den Favoriten zunächst in Graz unter maximalen Druck zu setzen.
Mammutprogramm belastet Sturm
Während Fenerbahçe vor dem Rückspiel mehr Zeit zur Vorbereitung hatte, steckt Sturm mitten in einem intensiven Programm. Die Grazer absolvierten zuletzt vier Spiele innerhalb von elf Tagen. Ingolitsch kritisierte deshalb die Belastungssteuerung in dieser entscheidenden Phase der Saison.
Der Trainer betonte, dass es ihm dabei nicht ums Jammern gehe. Dennoch verwies er auf die unterschiedlichen Voraussetzungen. Während Fenerbahçe vor den Europacup-Partien mehrere Trainingstage zur Verfügung hatte, bleibt Sturm zwischen den Spielen teilweise nur eine einzige Einheit.
Zusätzlich fehlt mit Otar Kiteischwili weiterhin ein wichtiger Spieler. Der georgische Mittelfeldregisseur kämpft seit Saisonbeginn mit Wadenproblemen. Wann er wieder auf den Platz zurückkehren kann, ist weiterhin offen. Gegen Fenerbahçe müssen es daher jene Spieler richten, die für einen besonderen Europacup-Abend in Graz sorgen sollen.