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Spanien-Anhänger während des WM-Spiels gegen Österreich in Los Angeles
Überschwänglicher Jubel in den Medien: Die spanischen Gazette feiern die Gala in Los Angeles und den Einzug ins WM-Achtelfinale.
Überschwänglicher Jubel in den Medien: Die spanischen Gazette feiern die Gala in Los Angeles und den Einzug ins WM-Achtelfinale.
APA-Images / Eyevine / Huang Zongzhi Xinhua

WM-Nacht: So reagiert Spaniens Presse

03.07.2026 um 09:46, Marcel Toifl
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Nach dem klaren 3:0-Erfolg im WM-Sechzehntelfinale überschüttet die spanische Presse ihr Team mit Lob. Das ÖFB-Team wird für seinen Kampfgeist gewürdigt.

Nach dem souveränen 3:0-Erfolg von Spanien gegen Österreich über die Auswahl von Ralf Rangnick im SoFi Stadium von Los Angeles kennt die Begeisterung in den Sportredaktionen von Madrid bis Barcelona keine Grenzen mehr. In den Gazetten wird das Team von Luis de la Fuente bereits als Topfavorit auf den Weltmeistertitel gehandelt. Die spanische Presse feiert den Triumph über Österreich als hollywoodreifes Spektakel und zieht Erleichterung aus dem Ende einer langen Durststrecke in WM-K.o.-Runden.

Während die spielerische Leichtigkeit der eigenen Mannschaft in höchsten Tönen gelobt wird, zollen die Kommentatoren den tapfer kämpfenden Österreichern zumindest in puncto Einsatzbereitschaft spürbaren Respekt.

Marca und AS feiern das Hollywood-Spektakel

Die großen Madrider Sportzeitungen zogen passend zum Spielort Los Angeles zahlreiche Parallelen zur Filmmetropole. Die renommierte Marca titelte euphorisch von einer „Showtime“ in Kalifornien und sparte nicht mit Lob für das taktische Konzept. Spanien habe Österreich förmlich zermalmt und seinen Status als Titelanwärter eindrucksvoll untermauert. Die Analysten sahen ein spanisches Spiel, welches das ÖFB-Team komplett aushebelte – eine Mannschaft, der das Blatt explizit „mehr Kampfgeist als Spielstärke“ attestierte. Nach Ansicht der Redaktion hätte die galaktische Leistung sogar noch deutlich mehr Tore verdient gehabt.

Die Konkurrenz von der AS schlägt in eine ganz ähnliche Kerbe und stellt neben der Offensiv-Power rund um den zweifachen Torschützen Mikel Oyarzabal und Rechtsverteidiger Pedro Porro vor allem die Defensive ins Rampenlicht. Neben dem Einzug in die Runde der letzten Sechzehn wurde explizit der historische Ungeschlagenheits-Rekord von Schlussmann Unai Simón gewürdigt.

Katalanische Medien loben die Flügelzange

In Barcelona blickten die Zeitungen vor allem auf die taktischen Feinheiten und die Akteure des FC Barcelona. Das Fachblatt Sport hebt die drückende Überlegenheit der spanischen Nationalmannschaft hervor und schwärmte in der Spielanalyse insbesondere von Linksverteidiger Marc Cucurella, der mit seinen zwei maßgeschneiderten Torvorlagen wie ein zusätzlicher, brandgefährlicher Flügelstürmer agiert habe. Auch die permanenten Nadelstiche im gegnerischen Sechzehner wurden als Schlüssel zum Erfolg herausgearbeitet.

El País: Erleichterung über das Ende eines Fluchs

Die traditionell etwas zurückhaltendere Tageszeitung Mundo Deportivo spricht von einem „souveränen Spanien“, das endlich einen langjährigen Fluch gebrochen habe. Erstmals seit 16 Jahren – dem historischen WM-Titel von 2010 – gelang der Mannschaft wieder der direkte und spielerisch überzeugende Einzug in die nächste Runde einer Weltmeisterschaft.

Die größte und einflussreichste Zeitung des Landes, El País, fand ebenfalls klare Worte für den Klassenunterschied auf dem Rasen des SoFi Stadiums:

„Die Selección walzt über Österreich hinweg und steht im Achtelfinale“, bilanziert El País nach dem Schlusspfiff.

Hatte das Blatt vor dem Anpfiff noch kritisch das „verlorene K.o.-Gedächtnis“ der Spanier bemängelt, war nach den 90 Minuten nur noch von einem rundum überzeugenden und hochverdienten Sieg der Mannschaft von De la Fuente die Rede.

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