Nach Schicksalsschlag: Sebastian Rigby startet bei den Paralympischen Winterspielen 2026
- Sebastian Rigby qualifiziert sich für die Paralympics 2026
- Vom Rückenmarksinfarkt zum Para-Skisport
- Vom Hobbyfahrer zum ÖSV-Nachwuchsathleten
- Starke Saison bringt das Paralympics-Ticket
- Team und Training als Erfolgsfaktor
- Erste Paralympics noch vor dem Weltcup
Für den Salzburger Para-Skifahrer Sebastian Rigby wird mit der Teilnahme an den Paralympics 2026 ein großer Traum Realität. Der 27-jährige Mono-Skifahrer aus Thalgau hat sich kurzfristig für die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo qualifiziert. In einem Interview mit dem Nachrichtenportal SALZBURG24 spricht Rigby über seinen ungewöhnlichen Weg vom Schicksalsschlag zum Leistungssport.
Sebastian Rigby qualifiziert sich für die Paralympics 2026
Der Weg von Sebastian Rigby zu den Paralympischen Winterspielen 2026 ist eine der überraschendsten Geschichten im österreichischen Para-Skisport in dieser Saison. Noch vor wenigen Wochen schien eine Teilnahme an den Winterspielen kaum realistisch.
Nach mehreren Ausfällen zu Beginn des Winters und einer schwierigen Eingewöhnungsphase auf neues Material musste der Thalgauer lange um wichtige FIS-Punkte kämpfen. Erst mit mehreren Podestplätzen und starken Rennen in der zweiten Saisonhälfte gelang ihm die Qualifikation.
Damit steht Rigby nun vor dem größten sportlichen Höhepunkt seiner bisherigen Karriere – obwohl er noch keine Weltcup-Erfahrung gesammelt hat.
Vom Rückenmarksinfarkt zum Para-Skisport
Sebastian Rigbys Karriere im Profisport beginnt mit einem schweren Einschnitt. Vor rund sieben Jahren erlitt der damals 20-Jährige einen Rückenmarksinfarkt, der zu einer Querschnittslähmung führte.
Trotz der Diagnose blieb seine Begeisterung für den Wintersport bestehen. Rigby war bereits vor der Erkrankung leidenschaftlicher Skifahrer und suchte nach Möglichkeiten, wieder auf die Piste zurückzukehren.
Über Bekannte entdeckte er schließlich den Monoski – eine spezielle Sitzkonstruktion für Para-Skifahrer. Mit einem älteren Gerät wagte er seine ersten Versuche auf der Piste und stellte schnell fest, dass der Sport auch im Sitzen möglich ist.
Vom Hobbyfahrer zum ÖSV-Nachwuchsathleten
Zunächst betreibt Rigby den Sport nur hobbymäßig. Doch die Begeisterung wächst schnell. Nach einigen Jahren auf der Piste entscheidet er sich, den nächsten Schritt zu wagen und im Rennsport anzutreten.
Vor rund drei Jahren nimmt er Kontakt mit Trainer Manfred Auer auf und wird zu einem Probetraining eingeladen. Dort überzeugt er mit Mut und Tempo – auch wenn ihm zu Beginn noch die technische Erfahrung fehlt.
Kurz darauf wird Rigby in das Nachwuchsteam des Österreichischen Skiverbands aufgenommen und startet im C-Kader des ÖSV. Seine stärksten Disziplinen sind Slalom und Riesentorlauf.
Starke Saison bringt das Paralympics-Ticket
Das Erreichen einer Teilnahme bei den Paralympischen Winterspiele 2026 verläuft für Sebastian Rigby jedoch nicht ohne Rückschläge. Zu Beginn der Saison hat der Athlet mit Ausfällen zu kämpfen und muss sich gleichzeitig an ein neues Monoski-Gerät gewöhnen.
Das speziell angepasste Modell ist exakt auf seine Körpermaße abgestimmt und verfügt über einen Sportdämpfer. Erst nach mehreren Rennen gelingt es Rigby, sich vollständig an das neue Material zu gewöhnen.
Mit zunehmender Sicherheit auf der Piste folgen schließlich starke Ergebnisse – darunter Podestplätze und Siege. Diese bringen die entscheidenden Punkte für die Qualifikation zu den Paralympischen Winterspielen.
Team und Training als Erfolgsfaktor
Der Leistungssport wäre für Rigby ohne Unterstützung kaum möglich. Ein Team aus Trainern, Servicemitarbeitern und Physiotherapeuten begleitet ihn durch die Saison.
Viele Aufgaben, etwa der Transport des Monoskis oder die Vorbereitung der Ausrüstung, kann der Athlet nicht alleine erledigen. Deshalb ist die Zusammenarbeit im Team besonders wichtig.
Neben dem Training auf der Piste absolviert Rigby fast täglich Ausdauer- und Krafteinheiten, um seine körperliche Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern.
Erste Paralympics noch vor dem Weltcup
Eine Besonderheit der Geschichte von Sebastian Rigby Paralympics 2026: Der Salzburger startet bei den Winterspielen, bevor er überhaupt im Weltcup angetreten ist.
Seine Bewerbe bei den Paralympics finden am 13. und 15. März statt. Familie und Freunde wollen ihn dabei vor Ort unterstützen.
Langfristig möchte Rigby auch im Weltcup Fuß fassen. Für den Moment steht jedoch ein anderes Ziel im Vordergrund: Erfahrungen sammeln und die Atmosphäre der Paralympischen Spiele genießen.
Quelle: Interview mit SALZBURG24
FAQ: Sebastian Rigby und die Paralympics 2026
Wer ist Sebastian Rigby?
Sebastian Rigby ist ein österreichischer Para-Skifahrer aus Thalgau in Salzburg und startet im Para Ski Alpin mit dem Monoski.
Warum sitzt Sebastian Rigby im Rollstuhl?
Der Sportler erlitt vor rund sieben Jahren einen Rückenmarksinfarkt, der zu einer Querschnittslähmung führte.
Wann startet Sebastian Rigby bei den Paralympics?
Seine Bewerbe bei den Paralympischen Winterspielen 2026 finden am 13. und 15. März in Cortina d’Ampezzo statt.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Aussagen und Hintergrundinformationen zu Sebastian Rigby basieren auf einem Interview mit dem österreichischen Nachrichtenportal SALZBURG24.