Nach Alko-Unfall: Ex-Weltmeister im Rollstuhl
Der frühere slowenische Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec (44) ist Mitte April in seiner Heimat Slowenien schwer mit dem Fahrrad verunglückt. Nach Informationen von Polizei und Medien stand der einstige Weltklasse-Athlet zum Unfallzeitpunkt unter erheblichem Alkoholeinfluss. Aufgrund schwerer Verletzungen an der Wirbelsäule ist Kranjec aktuell an einen Rollstuhl gefesselt.
Der Unfall: Sturz mit 2,5 Promille im Blut
Nach offiziellen Angaben der Polizei war Kranjec stark alkoholisiert mit dem Rad unterwegs. Ein anschließender Alkoholtest ergab einen Wert von rund 2,5 Promille.
Der 44-Jährige stürzte schwer und musste nach der Erstversorgung in einem Krankenhaus in Jesenice per Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum nach Ljubljana (Laibach) geflogen werden.
Klinik-Details: Wirbelbrüche und Lähmungserscheinungen
In der slowenischen Hauptstadt diagnostizierten die Ärzte schwere Schäden an der Wirbelsäule, darunter zwei gebrochene Wirbel, die sofort in einer Not-Operation stabilisiert werden mussten. Der Zustand des siebenfachen Weltcupsiegers galt zunächst als kritisch.
Nach dem Eingriff gibt es zumindest vorsichtige, erste positive Signale: Kranjec kann seinen Unterkörper inzwischen wieder spüren, ist im Moment jedoch nicht in der Lage, seine Füße zu bewegen. Bilder in den sozialen Medien – unter anderem gepostet von seiner Ehefrau Spela gemeinsam mit der Adoptivtochter Pika sowie bei einem Treffen mit dem slowenischen Radprofi Luka Mezgec – zeigen den Ex-Skispringer lächelnd, aber unverkennbar im Rollstuhl.
Langer Weg zurück: Unterstützung aus dem Ski-Zirkus
Die behandelnden Ärzte zeigen sich dennoch optimistisch, dass der Skiflug-Champion von 2012 (Vikersund) irgendwann wieder eigenständig gehen kann. Mittlerweile wurde Kranjec in die häusliche Pflege entlassen, doch der Weg zur Genesung ist extrem lang und fordernd.
Auch der aktuelle Skisprung-Dominator und Landsmann Domen Prevc wird emotional zur schwierigen Situation des Ex-Kollegen vom Internetportal EKIPA zitiert: „Im Juli, wenn alle anderen im Urlaub sind, wird Robert im Soca-Reha-Zentrum arbeiten müssen. Dann wird er Zuspruch brauchen, gerade in der Phase, in der es nur langsam vorangehen wird. Er wird jede Unterstützung und Hilfe benötigen, um wirklich wieder in die richtige Verfassung zu kommen.“
Der slowenische Skiverband sicherte der Sport-Ikone bereits vollste Unterstützung für die bevorstehende, langwierige Rehabilitation zu.