Europa-League-Coup: So viele Titel holte Unai Emery schon
Inhalt
- Emery liefert den großen Titel
- Freiburg ohne Chance
- Rogers macht alles klar
- Historischer Abend für Aston Villa
Aston Villa hat Fußballgeschichte geschrieben! Die Engländer gewinnen das Europa-League-Finale in Istanbul souverän mit 3:0 gegen den SC Freiburg und holen damit den ersten großen internationalen Titel seit über 30 Jahren.
Vor rund 42.000 Zuschauern im Beşiktaş Park avancierten Youri Tielemans, Emiliano Buendía und Morgan Rogers zu den Matchwinnern eines historischen Abends. Besonders Trainer Unai Emery unterstrich einmal mehr seinen Ruf als absoluter Europa-League-Spezialist.
Emery liefert den großen Titel
Als Unai Emery vor dreieinhalb Jahren bei Aston Villa unterschrieb, versprach er den Fans Titel. Nun hat der Spanier Wort gehalten. Mit seinem bereits fünften Europa-League-Triumph schreibt Emery erneut europäische Fußballgeschichte. Bereits mit Sevilla und Villarreal hatte der Erfolgscoach den Bewerb mehrfach gewonnen, nun führt er auch Aston Villa zurück auf Europas große Bühne.
„Wir werden nicht aufhören“, erklärte Emery nach dem Schlusspfiff. „Dieser Verein hat nach dem Europacup-Sieg 1982 wieder auf einen großen Titel gewartet. Jetzt haben wir den Fans endlich wieder etwas Besonderes gegeben.“ Die Freude bei Spielern, Verantwortlichen und Fans war riesig. Kapitän John McGinn stemmte den Pokal unter lautem Jubel in die Höhe, während Tausende Villa-Anhänger in Istanbul ausgelassen feierten.
Freiburg ohne Chance
Sportlich entwickelte sich das Finale schnell zugunsten der Engländer. Freiburg hielt anfangs zwar gut dagegen, doch Aston Villa präsentierte sich deutlich effizienter und abgezockter. Youri Tielemans brachte die Mannschaft von Emery mit einem spektakulären Volley nach einer einstudierten Eckballvariante in Führung. Spätestens nach dem Traumtor von Emiliano Buendía kurz vor der Pause war die Partie praktisch entschieden.
Der Argentinier zirkelte den Ball sehenswert ins Kreuzeck und sorgte damit bereits vor dem Seitenwechsel für Ekstase unter den Villa-Fans. Freiburg fand offensiv kaum Lösungen und konnte die starke Defensive der Engländer nur selten ernsthaft unter Druck setzen.
Rogers macht alles klar
Nach der Pause kontrollierte Aston Villa das Geschehen souverän. Freiburg riskierte zwar mehr, blieb aber weitgehend harmlos. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich durch Morgan Rogers. Der englische Offensivspieler vollendete einen schnellen Angriff zum 3:0 und sorgte damit endgültig für ausgelassene Feierlichkeiten aufseiten der Engländer.
„Es ist schwer, das in Worte zu fassen“, sagte Rogers nach dem Spiel. „Wir haben so hart dafür gearbeitet. Für die Fans und den Klub ist das ein unglaublicher Moment. Wir werden damit in die Geschichte eingehen.“
Auch Tielemans zeigte sich emotional: „Diese Saison hatte viele Höhen und Tiefen. Dass wir sie jetzt mit einem Titel beenden, ist einfach unglaublich.“
Historischer Abend für Aston Villa
Für Aston Villa ist der Triumph ein Meilenstein. Der Klub hatte zuletzt 1996 einen großen Titel gewonnen und wartete seit dem Europacup-Triumph 1982 auf einen weiteren internationalen Erfolg. Unter Emery entwickelte sich Villa in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt wieder zu einem europäischen Spitzenteam. Zusätzlich zum Europa-League-Titel qualifizierten sich die Engländer bereits für die kommende Champions-League-Saison.
Besonders bemerkenswert: Trotz finanzieller Einschränkungen und mehrerer Spielerabgänge schaffte es Emery, aus Aston Villa wieder ein Gewinnerteam zu formen.