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Petition Argentina WM: Lionel Messi reagiert während eines WM-Spiels für Argentinien mit ausgebreiteten Armen auf eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung.
Petition Argentina WM: Nach dem umstrittenen Sieg gegen Ägypten steht Lionel Messi im Mittelpunkt einer weltweiten Debatte. Millionen Fans fordern mit einer Online-Petition den Ausschluss Argentiniens von der WM.
Petition Argentina WM: Nach dem umstrittenen Sieg gegen Ägypten steht Lionel Messi im Mittelpunkt einer weltweiten Debatte. Millionen Fans fordern mit einer Online-Petition den Ausschluss Argentiniens von der WM.
APA-Images / AFP / THOMAS COEX

Petition gegen Argentinien: WM-Eklat um Messi eskaliert

16.07.2026 um 15:12, Jovana Borojevic
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Petition Argentina WM: Millionen Fans fordern nach dem umstrittenen Sieg gegen Ägypten den Ausschluss von Lionel Messi und seinem Team.

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Die Petition Argentina WM sorgt weltweit für einen gewaltigen Aufschrei. Nach dem höchst umstrittenen 3:2-Erfolg des Titelverteidigers gegen Ägypten fordern Millionen Fußballfans den Ausschluss von Lionel Messi und seinen Teamkollegen. Im Zentrum der Kritik stehen mehrere Entscheidungen des Schiedsrichters und des Videoassistenten. Die Petition Argentina WM entwickelt sich damit zu einer der größten Protestaktionen des bisherigen Turniers.

Petition Argentina WM sammelt Millionen Unterschriften

Die Petition Argentina WM wurde auf der Plattform „argentinaout.com“ veröffentlicht und verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Netzwerken. Je nach Bericht soll die Kampagne bereits zwischen sechs und 13 Millionen Unterstützer gefunden haben. Die Initiatoren werfen der FIFA und den Schiedsrichtern vor, Argentinien und Kapitän Lionel Messi bei der WM zu bevorzugen.

„Warum sollen die übrigen Länder überhaupt antreten, wenn der Sieger schon vorher feststeht? Werft Argentinien aus der Weltmeisterschaft und gebt allen eine faire Chance“, heißt es in der Petition Argentina WM.

Rechtliche Auswirkungen hat die Kampagne allerdings nicht. Über Sanktionen oder den Ausschluss einer Mannschaft kann ausschließlich der Weltverband FIFA entscheiden.

Argentinien dreht dramatisches Spiel gegen Ägypten

Auslöser der Petition Argentina WM war das Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten. Der amtierende Weltmeister lag bereits mit 0:2 zurück, ehe die Mannschaft das Spiel in den letzten 13 Minuten noch in einen 3:2-Sieg verwandelte. Zuvor hatte Lionel Messi in der ersten Halbzeit sogar einen Elfmeter vergeben.

Doch während Argentinien den dramatischen Einzug in die nächste Runde feierte, übten viele Fußball-Fans harte Kritik. Spieler, Trainer und Fans fühlten sich durch mehrere Entscheidungen massiv benachteiligt. Wenig später nahm die Petition Argentina WM im Internet rasant Fahrt auf.

Aberkanntes Tor bringt Ägypten in Rage

Besonders heftig diskutiert wurde ein Treffer von Mostafa Zico, der nach einem Eingriff des Videoassistenten aberkannt wurde. Der VAR hatte zuvor ein Foul von Marwan Attia an Argentiniens Lisandro Martínez erkannt.

Ägypten bestritt jedoch, dass ein strafbares Vergehen vorgelegen habe. Für zusätzlichen Ärger sorgte eine Szene unmittelbar vor dem entscheidenden argentinischen Treffer. Dabei soll Mohamed Salah gefoult worden sein. Eine Überprüfung durch den VAR blieb allerdings aus.

Ägyptens Teamchef Hossam Hassan erhob anschließend schwere Vorwürfe. „Ich sage, was ich denke, unabhängig von den Konsequenzen. Das war eindeutig manipuliert, und jeder hat es gesehen“, erklärte er. Zudem warf er der FIFA vor, Messi unbedingt im Turnier halten zu wollen.

FIFA-Schiedsrichterchef verteidigt VAR-Entscheidung

FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina stellte sich hingegen hinter das Schiedsrichtergespann. Der VAR habe korrekt gehandelt und den Referee zu Recht auf das Foul im Spielaufbau aufmerksam gemacht. Die Aberkennung des ägyptischen Treffers habe dem geltenden Protokoll entsprochen.

Für neue Spekulationen rund um die Petition Argentina WM sorgte dennoch die Meldung, dass der französische Schiedsrichter François Letexier bei der WM nicht mehr eingesetzt werde. Einen offiziellen Zusammenhang mit der umstrittenen Partie stellte die FIFA jedoch nicht her.

Fußballstars sprechen von „Raub“

Die Kritik kam längst nicht nur aus Ägypten. Auch mehrere prominente Namen aus der Fußballwelt sollen die Entscheidungen scharf verurteilt haben. José Mourinho bezeichnete die Partie demnach als „Raub am helllichten Tag“.

Auch Patrice Evra, Alan Shearer, Paul Scholes, Jamie Carragher und Gary Neville stellten einzelne Entscheidungen infrage. Einige ehemalige Profis sprachen sogar vom „Fußball-Diebstahl des Jahrhunderts“ und warfen den Unparteiischen vor, bei vergleichbaren Szenen mit zweierlei Maß gemessen zu haben.

Die Aussagen prominenter Fußballgrößen verliehen der Petition Argentina WM zusätzlichen Schwung und heizten die Debatte über eine angebliche Bevorzugung des Titelverteidigers weiter an.

Scaloni weist Manipulationsvorwürfe zurück

Argentiniens Teamchef Lionel Scaloni reagierte gelassen auf die gewaltige Empörung und die Petition Argentina WM. Eine gezielte Bevorzugung sei im Zeitalter des Videoassistenten kaum möglich, erklärte der Trainer.

„Mit dem VAR und all der Technologie, die wir heute haben, ist es extrem schwierig, jemandem zu helfen“, sagte Scaloni. Für unterschiedliche Interpretationen gebe es bei klaren Fouls kaum noch Raum.

Der Argentinier erinnerte zudem daran, dass seine Mannschaft bereits seit Jahrzehnten mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert werde. Schon 1986 sei behauptet worden, Argentinien erhalte unfaire Vorteile. Die aktuelle Kritik motiviere sein Team lediglich dazu, noch besseren Fußball zu spielen.

Petition Argentina WM: Folgen für Argentinien?

Trotz Millionen Unterschriften dürfte die Petition Argentina WM keine direkten Folgen für den Titelverteidiger haben. Solange die FIFA kein Verfahren eröffnet oder Verstöße feststellt, bleibt Argentinien im Turnier.

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