Emotionaler Abschied: ÖSV-Star beendet Karriere
Inhalt
- Sabine Payer beendet ihre Karriere nach Olympia-Silber
- Sabine Payer schreibt österreichische Snowboard-Geschichte
- Schwere Rückschläge prägten den Weg von Sabine Payer
- Olympia-Silber macht die Karriere von Sabine Payer perfekt
Sabine Payer: Besser hätte eine Karriere kaum enden können. Nach Jahren voller Rückschläge, Verletzungen und geplatzter Olympia-Träume krönte sich Sabine Payer im vergangenen Winter mit der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen. Jetzt zieht die Kärntnerin einen Schlussstrich. Nach 16 Weltcup-Saisonen beendet Sabine Payer ihre beeindruckende Karriere als erfolgreichste österreichische Alpinboarderin der Weltcup-Geschichte.
Sabine Payer beendet ihre Karriere nach Olympia-Silber
Es ist das Happy End, auf das Sabine Payer so lange warten musste. Bei den Winterspielen 2026 erfüllte sich die 33-Jährige in Livigno endlich ihren größten Traum und gewann Olympia-Silber im Parallel-Riesentorlauf. Nur wenige Monate später folgt nun die nächste große Entscheidung.
„Die Olympischen Spiele mit dem Gewinn der Silbermedaille waren ein unglaublich schönes Happy End und ein cooler Abschluss einer genialen Zeit, in der ich viel erleben durfte“, erklärte Sabine Payer.
Ganz leicht sei ihr der Abschied aber nicht gefallen. „Es ist keine einfache Entscheidung, die Karriere zu beenden. Natürlich ist auch etwas Wehmut dabei, aber es ist nach 16 Saisonen im Weltcup der richtige Zeitpunkt und fühlt sich auch richtig an.“
Sabine Payer schreibt österreichische Snowboard-Geschichte
Mit ihrem Karriereende geht eine Ära zu Ende. Sabine Payer feierte 21 Weltcup-Siege und ist damit die erfolgreichste österreichische Alpinboarderin der Geschichte. Insgesamt stand sie 49 Mal auf dem Weltcup-Podest, gewann zwei Team-Kristallkugeln und holte drei WM-Medaillen.
Vom ersten Weltcup-Erfolg 2014 in Montafon bis zum letzten Triumph Anfang März 2026 in Krynica schrieb Sabine Payer über Jahre hinweg österreichische Snowboard-Geschichte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander Payer gewann sie zudem die Team-Kristallkugel – einer der emotionalsten Momente ihrer Laufbahn.
Schwere Rückschläge prägten den Weg von Sabine Payer
Der Weg zum größten Erfolg ihrer Karriere war alles andere als einfach. Kurz vor den Olympischen Spielen 2018 platzte der Traum von Sabine Payer durch einen Wadenbeinbruch und einen komplexen Syndesmosebandriss. Vier Jahre später war sie zwar bereits in Peking angekommen, durfte wegen eines positiven Coronavirus-Tests aber kein einziges Rennen bestreiten.
Zwei Olympische Spiele gingen damit verloren. Viele hätten nach solchen Rückschlägen wohl aufgegeben. Sabine Payer kämpfte weiter – und wurde am Ende belohnt.
„Es war nicht immer einfach, nach Verletzungen und Rückschlägen wieder in die Spur zu finden, das hat viel Energie gekostet. Aber der Sport hat mir auch sehr viel zurückgegeben.“
Olympia-Silber macht die Karriere von Sabine Payer perfekt
2026 zahlte sich der jahrelange Kampf schließlich aus. Bei ihrem ersten und einzigen Olympia-Start gewann Sabine Payer auf Anhieb Silber und schrieb damit eine der emotionalsten Geschichten der Winterspiele.
Auch beim Österreichischen Skiverband ist der Abschied mit viel Wehmut verbunden. Sportchef Christian Galler bezeichnete Sabine Payer als „große Stütze unseres Teams“, die sich mehr als ein Jahrzehnt in der Weltspitze behauptet habe.
Mit ihrem Olympia-Märchen verabschiedet sich Sabine Payer nun aus dem Spitzensport. Zurück bleibt eine außergewöhnliche Karriere voller Emotionen, großer Erfolge und bitterer Rückschläge – gekrönt von einer olympischen Silbermedaille, die nicht nur ihren größten Traum erfüllte, sondern zugleich den perfekten Schlusspunkt unter eine beeindruckende Laufbahn setzte.