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Meteotsunami Kroatien: Sturm über der Adria mit hohen Wellen und dunklen Gewitterwolken an der Küste von Hvar
Ein heftiges Unwetter hat an der kroatischen Küste einen Meteotsunami ausgelöst.
Ein heftiges Unwetter hat an der kroatischen Küste einen Meteotsunami ausgelöst.
KI-generiert / dall.e / Stefanie Hermann

Meteotsunami in Kroatien: Meer verschwindet plötzlich – Urlauber in Panik

16.07.2026 um 11:49, Stefanie Hermann
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Ein Meteotsunami sorgt in Kroatien für Chaos: Bei Pula steigt und fällt das Meer abrupt, Boote liegen trocken. Urlauber reagieren mit Panik.

Ein heftiges Unwetter hat die kroatische Adriaküste erfasst und in mehreren Urlaubsregionen für dramatische Szenen gesorgt. Besonders betroffen war der Hafenort Stari Grad auf der Insel Hvar, wo ein Meteotsunami auftrat. Dabei handelt es sich um ein seltenes Wetterphänomen, bei dem der Meeresspiegel innerhalb kürzester Zeit stark schwankt – für viele Urlauber kam das völlig überraschend.

Meer stieg und fiel abrupt – Boote lagen plötzlich trocken

Zunächst ist das Wasser um rund 30 Zentimeter angestiegen und hat Teile der Uferpromenade überflutet. Kurz darauf folgte das Gegenteil: Der Meeresspiegel ist plötzlich um etwa 60 Zentimeter gesunken. Im flachen Hafen von Stari Grad hatte das unmittelbare Folgen. Boote lagen plötzlich auf dem Trockenen, während wenige Minuten zuvor noch Wasser über die Kaianlagen geschwappt war.

Touristen reagierten mit Schock und Flucht

Das ungewöhnliche Naturschauspiel hat für große Verunsicherung unter Urlaubern gesorgt. Die plötzlichen Veränderungen ließen vielen keine Zeit zu reagieren. Besonders in den Abendstunden gerieten zahlreiche Menschen in Panik und flüchteten vor den Wassermassen.

Heftige Gewitterfront fegte über die Adria

Auslöser des Meteotsunamis war ein starkes Unwetter über der Adria. Begleitet wurde die Wetterlage von Orkanböen bis zu 115 km/h sowie intensiven Gewittern. Auch in anderen Regionen ist es zu Überschwemmungen gekommen, darunter in Pula und Zadar. In Norditalien wurden zuvor Hagelkörner mit bis zu acht Zentimetern Durchmesser gemessen. Der kroatische Wetterdienst DHMZ hat für Teile der Küste die gelbe Warnstufe ausgerufen.

Was ein Meteotsunami wirklich ist

Ein Meteotsunami ähnelt optisch einem klassischen Tsunami, hat jedoch eine völlig andere Ursache. Statt eines Erdbebens sind rasche Luftdruckänderungen und atmosphärische Wellen verantwortlich, die das Meer in Bewegung versetzen. Besonders stark treten diese Effekte in schmalen, langgestreckten Buchten auf. Dort können sich die Wasserbewegungen zusätzlich verstärken und zu extremen Pegelschwankungen führen. In seltenen Fällen erreichen solche Wellen ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Höhe.

Gefährliches, aber seltenes Naturereignis

Meteotsunamis gelten als selten, treten jedoch in der Adria vergleichsweise häufig auf. Die geografischen Bedingungen der Adriaküste begünstigen das Phänomen. Experten warnten, dass solche Ereignisse lokal erhebliche Schäden verursachen können – vor allem in Häfen und dicht bebauten Küstenabschnitten.

FAQ: Meteotsunami in Kroatien

Was ist ein Meteotsunami?

Ein Meteotsunami ist eine tsunamiähnliche Welle, die nicht durch Erdbeben, sondern durch schnelle Luftdruckänderungen und Wetterphänomene entsteht.

Warum tritt ein Meteotsunami in Kroatien auf?

Die Form der Adriaküste mit ihren schmalen Buchten begünstigt das Phänomen. Dort können sich Wasserbewegungen besonders stark verstärken.

Wie gefährlich ist ein Meteotsunami?

Meist bleibt er harmlos, kann aber lokal Schäden durch Überschwemmungen oder trockenfallende Häfen verursachen.

Kann man einen Meteotsunami vorhersagen?

Eine genaue Vorhersage ist schwierig. Wetterdienste können jedoch Warnungen bei entsprechenden Wetterlagen ausgeben.

Quellen und weiterführende Informationen

Weitere Details zu Meteotsunamis, ihrer Entstehung und historischen Ereignissen finden Sie hier: Meteotsunami Catalogue Adriatic Sea

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