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Peter Schöttel in seiner Funktion als ÖFB-Sportdirektor während einer Pressekonferenz
Ende einer Ära: ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel steht nach neun Jahren vor der Abberufung.
Ende einer Ära: ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel steht nach neun Jahren vor der Abberufung.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

ÖFB-Beben: Peter Schöttel steht vor dem Aus

11.09.2026 um 09:42, Marcel Toifl
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Nach neun Jahren beim ÖFB steht Sportdirektor Peter Schöttel vor der Abberufung. Grund dafür soll das angespannte Verhältnis zu Teamchef Ralf Rangnick sein.

Nach neun Jahren im Verband steht Sportdirektor Peter Schöttel vor der Abberufung. Im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung am ÖFB-Campus in Wien soll das Ende des 59-jährigen Wieners formal beschlossen werden. Als Hauptgrund für die Trennung gilt ein zerrüttetes Verhältnis zu Nationalteamchef Ralf Rangnick.

Spannungen mit Rangnick führen zum ÖFB-Aus

Dass der Abschied des von Peter Schöttel bevorsteht, zeichne sich laut Kurier hinter den Kulissen bereits ab. Ein deutliches Signal sei das Fehlen Schöttels bei der anstehenden Kaderbekanntgabe von Ralf Rangnick für die kommenden Spiele in der UEFA Nations League. Anstelle des Sportdirektors soll ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll auf dem Podium sitzen. Rangnick selbst nehme dem Vernehmen nach persönlich an der Aufsichtsratssitzung teil – ein Schritt, den der deutsche Teamchef zuletzt im August 2024 vollzog.

Laut TV-Experte und Ex-Nationalspieler Marc Janko kommt die Entscheidung keineswegs überraschend. Die Zusammenarbeit zwischen Schöttel und Rangnick habe zuletzt nicht mehr funktioniert: „Es ist schon so, dass Rangnick seit einiger Zeit bei allen Dingen, die ihm wichtig sind, das nicht über den Peter macht, sondern über andere Personen.“

Neun Jahre im Amt und Nachfolge-Spekulationen um Prödl

Peter Schöttel ist seit 2017 für den ÖFB tätig. Ursprünglich als U19-Teamchef engagiert, stieg der ehemalige Nationalspieler (WM-Teilnehmer 1998) im Oktober 2017 als Nachfolger von Willi Ruttensteiner zum Sportdirektor auf. Zu seinen letzten großen Amtshandlungen gehörte die Bestellung des Dänen Lars Söndergaard zum Teamchef der ÖFB-Frauen.

Durch das bevorstehende Aus rückt umgehend die Frage nach der Nachfolge in den Mittelpunkt. Als aussichtsreichster Kandidat gilt der ehemalige Nationalverteidiger Sebastian Prödl. Der 39-Jährige leitet derzeit die ÖFB-Nachwuchsteams, kennt die Verbandsstrukturen bestens und pflegt zudem ein hervorragendes Verhältnis zu Teamchef Ralf Rangnick.

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