Verbotene Ski: Skandal-Gerücht um Franzoni
- Aufstieg des Italieners
- Gerüchte im Weltcup
- Fokus auf den „Wunder-Ski“
- Enthüllung der Konstruktion
- Reaktionen und Gerüchte
Während der Olympischen Spiele sorgt Giovanni Franzoni für Aufregung. Der Italiener, erst seit wenigen Wochen in der absoluten Weltspitze, steht wegen seines Materials im Mittelpunkt. Nach dem Sieg in Kitzbühel und Olympia-Silber in Cortina sprechen viele über einen „Wunder-Ski“. Nun liefert ein Bericht neue Details zur Konstruktion seiner Ausrüstung.
Aufstieg des Italieners
Seit Ende Dezember reiht Giovanni Franzoni Erfolg an Erfolg. Mitte Dezember erreicht der 24-Jährige in Gröden als Dritter erstmals das Podium. Kurz darauf gewinnt er den Super-G in Wengen. Wenige Tage später triumphiert er beim Abfahrts-Klassiker in Kitzbühel. Mit diesen Ergebnissen etabliert sich Franzoni in der Weltspitze der Speed-Disziplinen. Bei den Olympischen Spielen in Cortina holt er Silber in der Abfahrt. Im anstehenden Super-G zählt er erneut zu den Favoriten.
Gerüchte im Weltcup
Seit Wochen beschäftigt ein Thema die Skiwelt. Schon vor dem Olympia-Start kursieren Spekulationen über technologische Vorteile. Zunächst heißt es, Teams aus der Schweiz und Italien würden ein „Spezialwachs“ einsetzen. Diese Gerüchte verlieren rasch an Gewicht. Stattdessen richtet sich der Blick auf die Skifirma Rossignol, die Franzoni ausrüstet. Hinter vorgehaltener Hand ist von einem „Wunder-Ski“ die Rede.
Fokus auf den „Wunder-Ski“
Mehrere Medien berichten von einer möglichen technischen Innovation. Laut der „Kleinen Zeitung“ soll eine spezielle Konstruktion unter der Bindungsplatte entscheidend sein. Eingebaute Metallstäbe gleichen demnach Schwingungen im Ski aus. Das sorgt für Stabilität, vor allem bei langen Schwüngen. Dadurch kann Franzoni als einziger Topläufer im Weltcup mit Skiern von 2,23 Metern Länge fahren. Die Konkurrenz verwendet Modelle mit 2,18 Metern. Das System scheint eine längere Druckphase auf der Kante zu ermöglichen.
Enthüllung der Konstruktion
Der ehemalige Weltcup-Läufer Luc Alphand bestätigt im Gespräch mit der „Kleinen Zeitung“ die technische Besonderheit: „Die Entwicklung kommt aus dem Riesentorlauf und wird jetzt in der Abfahrt eingesetzt.“ Sein Sohn Sam fährt ebenfalls mit Rossignol-Material. Alphand erklärt weiter: „Es geht auch um die Art, wie die Bindungsplatte fixiert ist.“ Nach seiner Einschätzung liegt der Vorteil in der verbesserten Kraftübertragung und der ruhigeren Führung in schnellen Passagen.
Reaktionen und Gerüchte
Im Fahrerlager sorgt das Thema für Diskussion. Einige sehen in der Konstruktion einen Fortschritt, andere vermuten Regelgrenzen. Besonders brisant ist der Verdacht, Franzoni könnte weiterhin eine eigentlich verbotene Karbonschiene nutzen. Nach Informationen aus dem Umfeld soll er diese Schiene direkt mit dem Skischuh verbunden haben. Dadurch gilt sie als Teil des Schuhs und fällt formal nicht unter das Verbot. Eine offizielle Stellungnahme seines Teams oder des Ausrüsters liegt bisher nicht vor.