Generalprobe: So will Österreich gegen Tunesien starten
Inhalt
- Tunesien bewusst als Gegner ausgewählt
- Rangnick verrät erste Hinweise zur WM-Elf
- Keine angezogene Handbremse
- Wechsel bereits zur Pause geplant
- Guatemala-Test wurde gestrichen
- Tunesien mit starker WM-Qualifikation
Für Österreichs Nationalteam beginnt nun endgültig die heiße Phase der Weltmeisterschaft. Am Montag (20.45 Uhr) empfängt die ÖFB-Auswahl Tunesien im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Die Partie dient als letzte große Generalprobe vor dem WM-Auftakt gegen Jordanien am 17. Juni.
Für Teamchef Ralf Rangnick ist das Duell weit mehr als nur ein Testspiel. Der Deutsche will letzte Antworten auf offene Personalfragen erhalten und hat bereits angedeutet, dass die Fans einen ersten Blick auf die mögliche WM-Startelf bekommen werden.
Tunesien bewusst als Gegner ausgewählt
Dass ausgerechnet Tunesien als letzter Testgegner ausgewählt wurde, ist kein Zufall. Rangnick sieht deutliche Parallelen zwischen den Nordafrikanern und Österreichs erstem WM-Gegner Jordanien. „Es gibt Ähnlichkeiten in der Spielweise. Die Spielweise von Jordanien ist auch auf Konter ausgerichtet und aus einem tiefen Block spielend“, erklärte der Teamchef. Genau deshalb soll die Partie wichtige Erkenntnisse für den Turnierauftakt liefern.
Rangnick verrät erste Hinweise zur WM-Elf
Besonders interessant: Die Startaufstellung gegen Tunesien dürfte bereits sehr nahe an jener Formation liegen, die wenige Wochen später gegen Jordanien auflaufen wird.
Rangnick machte daraus kein großes Geheimnis. „Bei der Generalprobe eines Musicals oder Theaterstücks wird auch nicht die zweite Garnitur auf die Bühne gestellt“, erklärte der 67-Jährige.
Daher könne man davon ausgehen, „dass es weitestgehend die Elf ist, die auch gegen Jordanien spielen könnte“. Für zahlreiche Spieler wird das Duell somit zur letzten großen Bewährungsprobe vor der Weltmeisterschaft.
Keine angezogene Handbremse
Trotz der Bedeutung der WM möchte Rangnick seine Mannschaft nicht bremsen. Österreich werde versuchen, das eigene Spiel konsequent auf den Platz zu bringen. „Mit angezogener Handbremse kannst du bei unserer Spielweise kein Spiel bestreiten“, betonte der Teamchef. Gleichzeitig erwartet er von seinen Spielern die nötige Cleverness in Zweikämpfen, um unnötige Verletzungsrisiken zu vermeiden.
Wechsel bereits zur Pause geplant
Schon während der Partie soll es allerdings personelle Veränderungen geben. Rangnick kündigte an, dass bereits zur Halbzeit die ersten Wechsel erfolgen werden. Weitere Umstellungen sollen im Laufe des Spiels folgen. Dennoch dürfte die Anfangsformation besonders genau beobachtet werden, da sie einen wichtigen Hinweis auf die geplante WM-Formation liefern könnte.
Guatemala-Test wurde gestrichen
Eigentlich hätte Österreich kurz vor Turnierbeginn noch ein weiteres Testspiel gegen Guatemala bestritten. Die Begegnung, die am 11. Juni in der Nähe von Los Angeles geplant war, wurde jedoch abgesagt. Rangnick sieht darin sogar Vorteile.
„Ich bin da überhaupt nicht böse“, sagte der Deutsche. Durch die Absage erspart sich das Team unter anderem mehrere stundenlange Busfahrten zwischen Santa Barbara und Los Angeles. Stattdessen soll ein internes Trainingsspiel mit eigenen Trikots und möglicherweise sogar einem Schiedsrichter stattfinden.
Tunesien mit starker WM-Qualifikation
Der Gegner reist ebenfalls mit Selbstvertrauen nach Wien. Tunesien qualifizierte sich souverän für die Weltmeisterschaft und blieb in zehn Qualifikationsspielen ungeschlagen.
Neun Siege und ein Remis sprechen eine deutliche Sprache. Trainiert werden die Nordafrikaner seit Jänner von Ex-Profi Sabri Lamouchi. Zu den bekanntesten Spielern zählen unter anderem Rani Khedira von Union Berlin und Ellyes Skhiri von Eintracht Frankfurt.