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Sayed Abu Farkhi sah nach seinem Treffer zum 1:1 Gelb-Rot.
Der Jubel von Sayed Abu Farkhi sorgt weiter für Diskussionen. Mehrere ÖFB-Spieler kritisierten die Aktion deutlich.
Der Jubel von Sayed Abu Farkhi sorgt weiter für Diskussionen. Mehrere ÖFB-Spieler kritisierten die Aktion deutlich.
APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

„Hat im Fußball wenig verloren“: Kritik an Israel-Stürmer

25.09.2026 um 09:15, Yunus Emre Kurt
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Sayed Abu Farkhi sieht nach seinem Ausgleich gegen Österreich Gelb-Rot. Mehrere ÖFB-Spieler kritisieren den Jubel, Israels Teamchef verteidigt ihn.

Der 3:1-Sieg Österreichs gegen Israel in der Nations League wurde von einer Szene überschattet, über die auch nach dem Schlusspfiff noch viel gesprochen wurde. Sayed Abu Farkhi erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich, sah aber nur Augenblicke später Gelb-Rot. Grund dafür war sein Torjubel mit der Eckfahne.

​Gelb-Rot nach dem Ausgleich

Abu Farkhi hatte Israel mit seinem Treffer wieder ins Spiel gebracht. Beim anschließenden Jubel zog der bereits verwarnte Angreifer die Eckfahne aus der Verankerung und zeigte damit eine Bewegung, die als angedeutetes Abfeuern eines Gewehrs verstanden werden konnte.

Schiedsrichter Georgi Kabakov reagierte sofort und zeigte dem 20-Jährigen die zweite Gelbe Karte. Damit musste Israel unmittelbar nach dem Ausgleich in Unterzahl weiterspielen.

​ÖFB-Spieler üben deutliche Kritik

Bei den österreichischen Spielern stieß die Szene nach der Partie auf wenig Verständnis. Patrick Wimmer fand besonders deutliche Worte.

„Ich glaube, in der Phase, in der das Land steckt bzw. in der wir aktuell sind, ist das einfach dämlich“, sagte der ÖFB-Teamspieler. Eine derartige Geste habe seiner Meinung nach „im Fußball generell nicht viel verloren“.

Auch Philipp Mwene bezeichnete den Jubel als „dumm“. Für ihn war die Aktion auch deshalb unnötig, weil der Schiedsrichter zuvor bereits früh Gelbe Karten gezeigt hatte.

Nicolas Seiwald sah die Entscheidung ebenfalls als nachvollziehbar an. „Geht nicht, zurecht ausgeschlossen worden“, erklärte der Mittelfeldspieler nach dem Spiel.

​Israels Teamchef verteidigt seinen Spieler

Auf israelischer Seite herrschte dagegen deutlich mehr Unverständnis über den Platzverweis. Teamchef Ran Ben Shimon verwies darauf, dass Abu Farkhi diese Art des Jubels bereits häufiger gezeigt habe.

„Jedes Mal, wenn er ein Tor schießt, jubelt er genau so. Er hat noch nie dafür eine Gelbe Karte bekommen“, sagte Ben Shimon. Was sein Spieler mit der Geste konkret darstellen wollte, ließ er offen: „Da müssen Sie ihn fragen.“

Gleichzeitig übernahm der israelische Teamchef einen Teil der Verantwortung. Weil Abu Farkhi den Jubel schon mehrfach gezeigt habe, hätte er ihn früher darauf ansprechen können. „Er macht es immer wieder, es ist meine Schuld, dass ich es nicht gestoppt habe“, so Ben Shimon.

​Platzverweis verändert das Spiel

Sportlich hatte der Ausschluss deutliche Folgen. Israel hatte kurz davor den Ausgleich erzielt und damit neues Selbstvertrauen gewonnen. Nach Gelb-Rot kippte das Spiel jedoch wieder in Richtung Österreich.

„Wir haben dann gedrückt. Und vielleicht sollte es im Endeffekt auch so sein, dass wir dadurch dann auch das Spiel gewonnen haben“, erklärte Seiwald.

Österreich nutzte die Überzahl in der Schlussphase schließlich aus und gewann mit 3:1. Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht: Bereits am Sonntag wartet im Ernst-Happel-Stadion gegen den Kosovo das nächste Nations-League-Spiel.

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