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Novak Djokovic hebt den Finger und schaut nach oben, nachdem er sein Erstrundenmatch bei den Australian Open im Melbourne Park gewonnen hat.
Novak Djokovic feiert einen gelungenen Auftakt bei den Australian Open in Melbourne.
Novak Djokovic feiert einen gelungenen Auftakt bei den Australian Open in Melbourne.
APA/AFP

Novak Djokovic: Australian Open starten mit Machtdemonstration

19.01.2026 um 14:44, APA, Red
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Novak Djokovic feiert perfekten Auftakt bei den Australian Open. Jubiläumssieg, Hitze-Drama um Auger-Aliassime, starke Auftritte von Medwedew und Wawrinka.

Für Tennis-Star Novak Djokovic ist der Einstieg in die Australian Open geglückt. Der 38-jährige Serbe, der in Melbourne seinen 25. Grand-Slam-Titel anpeilt, besiegte den Spanier Pedro Martinez in der 1. Runde 6:3,6:2,6:2. Bereits zu Ende ist das Turnier für Felix Auger-Aliassime, der bei Temperaturen von knapp über 30 Grad von Krämpfen geplagt aufgeben musste. Wegen ähnlicher Probleme musste die 21-jährige Kanadierin Marina Stakusic mit dem Rollstuhl vom Platz geführt werden.

100. Matchsieg für Djokovic

Für Djokovic war es ein besonderer Auftaktsieg, war es doch sein 100. Matchsieg im Melbourne Park und das in seinem ersten offiziellen Spiel im Jahr 2026. "Das ist ein tolles Gefühl", betonte der 101-fache ATP-Turniersieger. Martinez konnte ihm nicht gefährlich werden. "Es ist immer eine Challenge, hier ins Turnier zu starten und auch ein Signal an die Gegner zu senden. Es war eine großartige Performance, ich habe gut aufgeschlagen", resümierte der Routinier. Körperlich sei er in guter Verfassung. "Ich habe jede Stunde genutzt, um meinen Körper wieder in Form zu bringen."

Auger-Aliassime wollte nicht "wie Boxsack" dastehen

Auger-Aliassime war als Nummer sieben des Turniers mit großen Erwartungen in das erste Major-Turnier des Jahres gestartet, musste gegen den Portugiesen Nuno Borges beim Stand von 6:3,4:6,4:6 aus seiner Sicht aber aus körperlichen Gründen vorzeitig die Segel streichen. "Nur da zu stehen wie ein Boxsack, das möchte ich nicht. Deshalb war die Aufgabe die einzige Möglichkeit", sagte der Weltranglistenachte. Den Grund für die Krämpfe wusste er nicht, er habe in der Vergangenheit deshalb noch nicht aufgeben müssen.

Medwedwew souverän

Seinen Schwung vom Brisbane-Titel nahm Daniil Medwedew mit, auch wenn der dreifache Australian-Open-Finalist aus Russland beim 7:5,6:2,7:6(2) gegen den Niederländer Jesper de Jong auch viel Gegenwehr erlebte. Ohne Satzverlust blieb auch der als Nummer sechs gesetzte Australier Alex de Minaur beim 6:2,6:3,6:3 im Duell mit dem US-amerikanischen Lucky Loser Mackenzie McDonald, der zuvor von der verletzungsbedingten Absage des 2021-Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini profitiert hatte.

Wawrinka mit Wildcard weiter

Ein zumindest weiteres Match erkämpfte sich Stan Wawrinka. Der dank einer Wildcard im Hauptbewerb vertretene Schweizer rang bei seiner 20. und letzten Australian-Open-Teilnahme den Serben Laslo Djere mit 5:7,6:3,6:4,7:6(4) nieder. Es war sein erster Matchsieg in Melbourne seit 2021. Im Alter von 40 Jahren und 296 Tagen ist Wawrinka der zweitälteste Spieler in der Geschichte, der in Melbourne ein Spiel gewonnen hat. Einen seiner drei Grand-Slam-Titel hat Wawrinka 2014 hier gewonnen. In der 2. Runde wartet überraschend der französische Qualifikant Arthur Gea, der mit dem Tschechen Jiri Lehecka die Nummer 17 des Turniers mit 7:5,7:6(1),7:5 ausschaltete.

Yue forderte Swiatek im 1. Satz

Mehr Mühe als erwartet hatte die Polin Iga Swiatek mit der chinesischen Qualifikantin Yuan Yue. Nach 3:5-Rückstand im ersten Satz entschied die sechsfache Grand-Slam-Siegerin die Partie mit 7:6(5),6:3 für sich. "Ich bin ein bisschen müde gestartet, es ist nicht alles gut gelaufen. Aber wichtig war es, weiterzukommen", sagte Swiatek. Die US-Amerikanerin Coco Gauff war beim 6:2,6:3 über die seit kurzem für Usbekistan spielende Kamilla Rachimowa ungefährdet und hält mit nur 21 Jahren schon bei 75 Matchsiegen auf Grand-Slam-Ebene.

Amnismova meistert Auftakt

Auch ohne Mühe meisterte Wimbledon- und US-Open-Finalistin Amanda Anisimova die Auftakthürde, die Schweizerin Simona Waltert wurde mit 6:3,6:2 bezwungen. Die US-Amerikanerin Jessica Pegula gab beim 6:2,6:1 gegen die Russin Anastassia Sacharowa nur drei Games ab. In einen dritten Satz musste die Russin Mirra Andrejewa beim 4:6,6:3,6:0 gegen die Kroatin Donna Vekic. Das Aus kam hingegen für ihre auf Position 15 eingestufte US-Landsfrau Emma Navarro.

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