Georg Koch ist tot: Ex-Rapid-Torwart stirbt mit 54 Jahren
- Torwart Georg Koch: Karriere in Deutschland und Europa
- Kochs kurzes Kapitel bei Rapid Wien
- Böllerwurf im Derby beendet Karriere
- Georg Koch: Diagnose Krebs
- Koch kämpft bis zum Schluss
Die Fußballwelt nimmt Abschied von Georg Koch. Der frühere Torwart von Rapid Wien ist im Alter von 54 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Die Diagnose hat der Deutsche bereits 2023 erhalten. Trotz einer schlechten Prognose hat er sich mehrere Jahre gegen die aggressive Krankheit gestemmt. Am Mittwoch hat der ehemalige Bundesliga-Keeper den Kampf schließlich verloren.
Torwart Georg Koch: Karriere in Deutschland und Europa
Der Torwart Georg Koch zählt über viele Jahre zu den prägenden Figuren im deutschen Profifußball. Zwischen den frühen 1990er-Jahren und 2009 hat er 213 Spiele in der ersten Liga und 165 Partien in der zweiten Liga bestritten.
Seine Karriere führt ihn unter anderem zu Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld, dem 1. FC Kaiserslautern, Energie Cottbus und dem MSV Duisburg. Besonders mit Fortuna Düsseldorf verbindet ihn eine enge Geschichte. Mit dem Traditionsverein gelingt ihm der Durchmarsch von der dritten bis in die erste Liga. Der Klub bleibt auch nach seiner aktiven Karriere einer der wichtigsten Vereine seiner Laufbahn.
Auch international sammelt Koch Erfahrung. Er steht beim niederländischen Topklub PSV Eindhoven unter Vertrag und gewinnt später mit Dinamo Zagreb sowohl die kroatische Meisterschaft als auch den Pokal.
Kochs kurzes Kapitel bei Rapid Wien
Im Sommer 2008 wechselt Georg Koch zu Rapid Wien. Die Hütteldorfer verpflichten den routinierten Torwart als Ersatz für den verletzten Stammtormann Helge Payer. Für Rapid steht Koch siebenmal in der Bundesliga und zweimal in der Champions-League-Qualifikation im Tor. Sein letzter Einsatz erfolgt am 24. August 2008 im Wiener Derby gegen Austria Wien.
Böllerwurf im Derby beendet Karriere
Das Derby endet für den damals 36-Jährigen tragisch. Aus dem Austria-Sektor fliegt ein Knallkörper auf das Spielfeld und explodiert unmittelbar neben Koch. Der Torwart bricht zusammen und erleidet ein schweres Knalltrauma sowie eine Innenohrschädigung.
Die gesundheitlichen Folgen bleiben dauerhaft. Koch leidet in der Folge unter massiven Gleichgewichtsproblemen. Eine Rückkehr auf den Platz ist nicht mehr möglich. Im März 2009 beendet er seine Karriere endgültig.
Georg Koch: Diagnose Krebs
Nach seiner aktiven Laufbahn bleibt Koch dem Fußball erhalten und arbeitet unter anderem als Tormanntrainer und Teammanager bei Viktoria Köln. Viele Jahre nach dem Karriereende erschüttert jedoch eine neue Diagnose sein Leben.
Viele Jahre nach dem Karriereende erschüttert eine neue Diagnose sein Leben. Bei einer Routineuntersuchung 2023 entdecken Ärzte Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Prognose ist schlecht. Die Ärzte geben ihm nur noch wenige Monate.
Koch kämpft bis zum Schluss
„Festgestellt wurde der ganze Mist bei einer Routine-Untersuchung”, so Koch in einem letzten Interview über seine Diagnose. „Meine Blutwerte waren auffällig schlecht. Der Arzt hat mir dann irgendwann die Diagnose mitgeteilt und mir noch sechs Monate gegeben – aber damit lag er ganz schön daneben.”
Am Ende lebt Georg Koch mehr als drei Jahre mit der tödlichen Diagnose. Eine Zeit, in der er sich auch in der Öffentlichkeit stets offen und optimistisch zeigt. „Jammern bringt nichts und war noch nie mein Ding“, so der ehemalige Torhüter.
„Die Krankheit ist unheilbar, ich werde sterben. Aber wann mich der liebe Gott holen wird, hat er noch nicht entschieden“, so Koch in einem seiner letzten Interviews. Nun hat Koch seinen letzten Kampf verloren.
Quellen und weiterführende Informationen