Bei Karriereende: ÖSV-Traumpaar gibt sich Ja-Wort
Nach 25 Jahren im Weltcup hat der Tiroler Skisprung-Oldie Manuel Fettner am Sonntag seine beeindruckende Karriere beendet. Doch nach seinem letzten Flug auf stolze 230 Meter in Planica folgte ein Moment, der selbst das sportliche Geschehen in den Schatten stellte. Vor den Augen der Fans und Teamkollegen fiel Fettner vor seiner Freundin Lisa Eder auf die Knie und hielt um ihre Hand an.
Der Antrag in Planica
Kaum war Manuel Fettner aus der Bindung gestiegen, verwandelte sich der Auslauf der Letalnica-Skiflugschanze in eine romantische Bühne. Unter großem Jubel stellte er die entscheidende Frage an Lisa Eder. Die Salzburgerin, selbst eine der erfolgreichsten Skispringerinnen der Welt, sagte unter Tränen "Ja". Damit krönte Fettner seinen Rücktritt mit einem privaten Highlight, das als einer der emotionalsten Momente der Weltcup-Geschichte in Erinnerung bleiben wird.
Liebe über Altersgrenzen hinweg
Die beiden ÖSV-Stars sind seit 2023 offiziell ein Paar. Trotz des Altersunterschieds von 16 Jahren gelten Manuel (39) und Lisa (23) als das Traumpaar der nordischen Szene. Während Fettner nun in die "Sportpension" geht, steht Eder auf dem Zenit ihrer Laufbahn. Die Verlobung markiert nun den nächsten großen Schritt in ihrer gemeinsamen Zukunft abseits der Schanze.
Ein würdiges Karriereende
Sportlich verabschiedete sich Manuel Fettner auf höchstem Niveau. Mit Platz neun beim Skifliegen in Planica bewies er noch einmal seine Klasse. Zu seinen größten Erfolgen zählen:
- Olympia-Gold 2022: Sieg mit dem Team in Peking.
- Olympia-Silber 2022: Ein sensationeller zweiter Platz auf der Normalschanze.
- Weltmeister-Titel: Mehrfaches Gold mit der österreichischen Mannschaft.
„Es war ein cooler Abschlussflug“, resümierte der sichtlich bewegte Fettner im ORF-Interview. Nach einem Vierteljahrhundert im Weltcup-Zirkus freue er sich nun auf die Zeit nach dem Leistungssport.
Lisa Eder: Die neue Frontfrau im ÖSV
Während ihr frischgebackener Verlobter die Skier an den Nagel hängt, blickt Lisa Eder auf ihren bisher erfolgreichsten Winter zurück. Mit elf Podestplätzen in der Saison 25/26 hat sie sich endgültig in der Weltspitze etabliert. Bei den Olympischen Spielen 2026 in Italien schrammte sie mit Platz vier nur hauchdünn an einer Medaille vorbei. Die kommende Saison wird sie nun als zukünftige Frau Fettner in Angriff nehmen.