Lindsey Vonn nach Horror-Sturz: „Das Schlimmste ist …“
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Lindsey Vonn, mit 41 Jahren zurück im Weltcup, gewinnt Rennen, führt die Gesamtwertung und bringt Kritiker zum Schweigen - eine Traumkarriere. Ihr Ziel ist klar: Olympisches Gold. Dann der brutale Einschlag in Cortina. Innerhalb von Sekunden ist alles vorbei. Schwerste Verletzungen, Operationen, Schmerzen, Ungewissheit. Aus dem Märchen wird eine Tragödie.
Lindsey Vonn über Unfall
Doch nicht die Schmerzen sind es, die sie am meisten treffen. Es ist etwas anderes, etwas viel Tieferes. „Das Schlimmste ist das Gefühl, dass sich die Welt einfach weiterdreht", erklärt sie im Gespräch mit Vanity Fair. Während sie kämpft, während sie sich durch Reha und Schmerzen quält, läuft draußen alles weiter. Rennen finden statt, neue Siegerinnen stehen im Rampenlicht. „Niemand erinnert sich daran, dass ich gewonnen habe.“ Ein Satz, der sitzt. Denn noch kurz vor dem Sturz war sie ganz oben.
Der Kampf gegen das Vergessen
Für eine Ausnahmesportlerin wie Vonn ist das kaum zu ertragen. Jahrelang war sie das Gesicht des Skisports. Jetzt droht alles auf diesen einen Moment reduziert zu werden. „Ich will nicht, dass man mich auf diesen Unfall reduziert.“ Es ist nicht nur ein körperlicher Kampf, sondern auch ein psychischer.
Und trotzdem denkt sie nicht ans Aufhören. Zumindest nicht endgültig. „Ich schließe keine Türen. Man weiß nie, was noch kommt.“ Nach allem, was passiert ist, wirkt das fast unglaublich.