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Eine Gedenkstätte für die verunglückte Bergsteigerin und Ex-Biathletin Laura Dahlmeier
Ein Jahr nach der Tragödie am Laila Peak in Pakistan: Neue Augenzeugenberichte enthüllen Details zum tödlichen Unglück von Laura Dahlmeier.
Ein Jahr nach der Tragödie am Laila Peak in Pakistan: Neue Augenzeugenberichte enthüllen Details zum tödlichen Unglück von Laura Dahlmeier.
APA-Images / dpa / Karl-Josef Hildenbrand

Kollegin wollte warnen: Neue Details zu Dahlmeier-Tod

28.07.2026 um 13:07, Marcel Toifl
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Ein Jahr nach der Tragödie enthüllt eine Doku neue Details zum Tod von Laura Dahlmeier. Bergsteiger berichten von dramatischen Warnungen am Laila Peak.

Ein Jahr nach dem tödlichen Bergunglück von Laura Dahlmeier am 6069 Meter hohen Laila Peak in Pakistan bringen Weggefährtinnen und Retter neue Erkenntnisse an die Öffentlichkeit. In einer TV-Dokumentation schildern Augenzeugen dramatische Warnungen vor dem Aufstieg sowie die extremen Bedingungen am Unglücksort. Zudem erinnern sich ehemalige Teamkolleginnen an emotionale Momente und persönliche Rituale im Gedenken an die verunglückte Olympiasiegerin.

Dramatische Warnung vor dem Aufstieg am Laila Peak

In der ServusTV-Dokumentation „Laura Dahlmeier … einen Schritt zu weit“ berichtet die spanische Alpinistin María Martín von ihrem Zusammentreffen mit Dahlmeier im Basislager. Die Wetterlage im Karakorum-Gebirge beschreibt sie als äußerst bedrohlich, geprägt von Dauerregen, Steinschlag und ständigen Lawinenabgängen.

Martín habe nach eigenen Angaben intensiv versucht, Dahlmeier und deren Seilpartnerin Marina Krauss von der gefährlichen Tour abzuhalten. In gebrochenem Englisch versuchte ich zu erklären: Es ist gefährlich, unmöglich“, schildert die Bergsteigerin. Trotz gezeigter Lawinenfotos setzte die deutsche Ausnahmesportlerin die Expedition fort.

Retter schildern Eindrücke vom Unglücksort

Am 28. Juli 2025 wurde die 31-jährige Garmischerin auf rund 5700 Metern Höhe von einem verheerenden Steinschlag getroffen und tödlich verletzt. Der französische Expeditionsleiter Alan Rousseau, der an der anschließenden Rettungsmission beteiligt war, beschreibt die Szenen beim Überflug.

„Zuerst sahen wir nur das Zelt, und dann sahen wir Lauras leblosen Körper“, berichtet Rousseau. Der Schnee um sie herum sei völlig schwarz von Fels und Schlamm gewesen. Wegen des enormen Risikos durch nachrutschendes Gestein entschieden sich die Einsatzkräfte gegen eine Bergung: „Uns war allen klar: Wer da reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel.“

Maren Hammerschmidt erinnert mit Ritual an Dahlmeier

Auch bei früheren Biathlon-Kolleginnen sitzt der Schmerz über den Verlust nach wie vor tief. Maren Hammerschmidt bezeichnet ihre verstorbene Freundin als eine unzerstörbare Naturgewalt, an die sie sich voller Wertschätzung zurückerinnert.

Um die Erinnerung lebendig zu halten, hat Hammerschmidt ein besonderes Brauchtum von Dahlmeier übernommen. „Laura ist immer mit einem Palo Santo („heiliges Holz“) gereist. Und manchmal hat sie bei uns im Zimmer auch weißen Salbei angezündet, um die schlechten Geister zu vertreiben“, so Hammerschmidt gegenüber der BILD. Der Geruch erinnere sie bis heute an den inneren Frieden ihrer Weggefährtin.

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