Australian Open: Julia Grabher in Runde zwei
Inhalt
- Nervenstärke im Entscheidungssatz
- „Megahappy“ nach hartem Fight
- Belohnung für harte Vorbereitung
- Blick nach vorne
Julia Grabher hat bei den Australian Open ein persönliches Kapitel Tennisgeschichte aufgeschlagen. Die 29-jährige Vorarlbergerin setzte sich in der ersten Runde des Grand-Slam-Turniers in Melbourne nach großem Kampf gegen die Italienerin Elisabetta Cocciaretto durch und erreichte damit erstmals in ihrer Karriere die zweite Runde bei den Australian Open.
Nach 2:30 Stunden Spielzeit hieß es 7:5, 2:6, 6:4 für Grabher.
Nervenstärke im Entscheidungssatz
Dabei begann das Match alles andere als einfach. Grabher startete nervös, fand aber im Verlauf des ersten Satzes immer besser zu ihrem Spiel. Mit mutigem Tennis und wichtigen Punkten in den entscheidenden Momenten sicherte sie sich den ersten Durchgang mit 7:5.
Im zweiten Satz kippte das Match. Cocciaretto, die in der Vorwoche noch das WTA-Turnier in Hobart gewonnen hatte und als klare Favoritin in die Partie gegangen war, erhöhte den Druck. Grabher leistete sich zu viele Eigenfehler und musste den Satz mit 2:6 abgeben.
Der dritte Durchgang entwickelte sich schließlich zu einem echten Nervenkrimi. Die Österreicherin lag zunächst mit 0:2 zurück, bewahrte aber die Ruhe, stellte ihr Spiel um und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Mit viel Geduld und hoher Laufbereitschaft drehte sie den Satz und verwandelte schließlich ihren ersten Matchball zum umjubelten Sieg.
„Megahappy“ nach hartem Fight
Nach dem Match war Grabher die Erleichterung deutlich anzumerken. „Ich bin natürlich megahappy, dass ich gewonnen habe. Es war ein sehr hartes Match, sowohl vom Kopf als auch körperlich. Es war doch sehr warm“, sagte sie nach dem Erfolg.
Den zwischenzeitlichen Einbruch erklärte sie selbstkritisch: „Im zweiten Satz sind mir zu viele Fehler passiert, und meine Gegnerin hat mein Spiel besser gelesen. Im dritten Satz habe ich versucht, mich wieder mehr auf mein Spiel zu konzentrieren – und das ist mir gut gelungen, auch wenn es am Ende ein Kampf war.“
Belohnung für harte Vorbereitung
Der Erfolg in Melbourne ist für Grabher mehr als nur ein weiterer Sieg. Nach den French Open 2023 steht sie erst zum zweiten Mal überhaupt bei einem Grand Slam in Runde zwei – und erstmals auf australischem Boden. „Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viel investiert und denke, dass ich mir diesen Sieg verdient habe“, betonte die Vorarlbergerin. Die intensive Vorbereitung auf die neue Saison scheint sich auszuzahlen.
Blick nach vorne
In der zweiten Runde trifft Grabher entweder auf die Russin Anna Kalinskaja oder die Britin Sonay Kartal. Sollte sie auch diese Hürde meistern, könnte es in Runde drei zu einem absoluten Highlight kommen: einem möglichen Duell mit der polnischen Wimbledonsiegerin und Weltranglistenersten Iga Swiatek.