WM-Eklat! FIFA sperrt Kommentator nach Ausraster
Inhalt
- Warum Jorge Vera bei der WM die Nerven verlor
- „Ihr habt den Fußball getötet“: Attacke auf FIFA und Gianni Infantino
- Auch CONMEBOL-Präsident gerät ins Visier
- FIFA reagiert mit sofortigem Entzug der WM-Akkreditierung
- Sender ABC verteidigt Jorge Vera
- Jorge Vera entschuldigt sich nach FIFA-Strafe
Die FIFA hat nach einem beispiellosen Wutausbruch bei der Fußball-WM 2026 durchgegriffen! Der paraguayische Radiokommentator Jorge Vera verlor nach einer Schimpftirade gegen Schiedsrichter, FIFA-Bosse und FIFA-Präsident Gianni Infantino seine WM-Akkreditierung für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Damit ist für den Reporter die Weltmeisterschaft vorzeitig beendet.
Warum Jorge Vera bei der WM die Nerven verlor
Auslöser für den Eklat war das WM-Spiel Paraguay gegen Türkei. Paraguays Nationalspieler Miguel Almirón sah die Rote Karte – und schrieb damit WM-Geschichte. Der Mittelfeldspieler wurde als erster Spieler bei der Fußball-WM vom Platz gestellt, weil er während einer Diskussion mit einem Gegenspieler seinen Mund mit der Hand verdeckte.
Die Szene fällt unter eine neue FIFA-Regel, die verhindern soll, dass mögliche diskriminierende Äußerungen auf dem Spielfeld verborgen werden. Für Kommentator Jorge Vera war die Entscheidung jedoch nicht nachvollziehbar. Live auf Sendung platzte ihm der Kragen.
„Ihr habt den Fußball getötet“: Attacke auf FIFA und Gianni Infantino
Zunächst nahm Vera Schiedsrichter Ivan Barton ins Visier und bezeichnete den Unparteiischen aus El Salvador als „Dieb“. Doch dabei blieb es nicht.
Wenig später schoss der Reporter frontal gegen die FIFA. „Sie haben den Fußball getötet. FIFA, ihr habt den Fußball getötet“, wetterte Vera live am Mikrofon. Anschließend richtete er seine Kritik direkt an FIFA-Präsident Gianni Infantino: „Infantino, du bist verantwortlich hierfür. Eine Schande!“
Mit seinen Aussagen sorgte der WM-Kommentator innerhalb kürzester Zeit für internationale Schlagzeilen.
Auch CONMEBOL-Präsident gerät ins Visier
Die Schimpftirade ging noch weiter. Auch Alejandro Domínguez, Präsident des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, bekam sein Fett weg. Vera attackierte den Funktionär mit scharfen persönlichen Worten und warf den Verantwortlichen Fehlentscheidungen vor.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Ausraster nicht ohne Folgen bleiben würde.
FIFA reagiert mit sofortigem Entzug der WM-Akkreditierung
Der Weltverband handelte rasch. Die FIFA entzog Jorge Vera die Akkreditierung für den Rest der Fußball-WM 2026. Damit verliert der Journalist nicht nur den Zugang zu den Stadien, sondern auch die Möglichkeit, offiziell von den Spielen vor Ort zu berichten.
Besonders bitter für den Reporter: Paraguay feierte gegen die Türkei einen 1:0-Erfolg und darf weiterhin vom Einzug in die K.-o.-Phase träumen. Die weiteren Auftritte seines Teams muss Vera nun von außen verfolgen.
Sender ABC verteidigt Jorge Vera
Rückendeckung erhält der Kommentator von seinem Arbeitgeber. Der paraguayische Sender ABC Paraguay stellte sich öffentlich hinter Vera und kritisierte die Entscheidung der FIFA.
In einer Stellungnahme sprach der Sender von einer unverhältnismäßigen Strafe. Man sei der Ansicht, dass der Entzug der WM-Akkreditierung für die gesamte Dauer der Weltmeisterschaft eine zu harte Sanktion für ein erstmaliges Fehlverhalten darstelle. Zudem habe Vera seinen Fehler unmittelbar eingeräumt und sich dafür entschuldigt.
Jorge Vera entschuldigt sich nach FIFA-Strafe
Der Journalist selbst meldete sich nach dem Vorfall auf Instagram zu Wort. In einem Video übernahm Jorge Vera die Verantwortung für seine Aussagen und bat um Entschuldigung.
„Was ich gesagt habe, war falsch und es liegt an mir, die Verantwortung dafür zu übernehmen“, erklärte der Reporter. Zudem räumte er ein: „In diesen Sekunden war ich kein gutes Vorbild.“
An der Entscheidung der FIFA änderte das jedoch nichts. Trotz seiner öffentlichen Reue bleibt dem paraguayischen WM-Kommentator Jorge Vera die Akkreditierung für die Fußball-WM 2026 entzogen.