Handball-EM: Österreich peilt Hauptrunde an

Das Österreichs Handballer treffen zum Auftakt der Europameisterschaft heute Abend in Bratislava (SVK) auf Polen. Das Team von Trainer Ales Pajovic konnte in der Vorbereitung coronabedingt zwar keine Testspiele absolvieren, geht aber trotzdem positiv gestimmt in die Endrunde. Ein Grund dafür ist, dass die Mannschaft nahezu in Bestbesetzung in die Slowakei reisen konnte. Auch Kapitän Nikola Bilyk (THW Kiel) ist wieder mit an Bord. Auftaktgegner Polen hat unterdessen mit Ausfällen zu kämpfen. Gleich sieben Spieler stehen aufgrund eines positiven Coronatests nicht zur Verfügung. Trotzdem ist der Vizeweltmeister von 2007 eine Hürde, die die Pajovic-Sieben erst einmal überspringen muss. Die weiteren Gegner in der Gruppe D sind am Sonntag Deutschland (18:00 Uhr, ORF) und am kommenden Dienstag Weißrussland (20:30 Uhr, ORF Sport+). Die besten zwei Mannschaften der Gruppe qualifizieren sich für die Hauptrunde.

Der Kader im Überblick

  • Rückraum: Nikola Bilyk (THW Kiel/GER) , Alexander Hermann (Vfl Gummersbach/GER II), Daniel Dicker (Thsv Eisenach/GER II),  Gerald Zeiner (Schwaz), Lukas Hutecek (TBV Lemgo Lippe/GER), Janko Bozovic (Vfl Gummersbach/GER II), Boris Zivkovic (Azoty Pulawy/POL) 
  • Linksaußen: Sebastian Frimmel (Szeged/HUN), Eric Damböck (Margareten)
  • Rechtsaußen: Robert Weber (Nordhorn-Lingen/GER II), Julian Ranftl (Westwien)
  • Kreis: Fabian Posch (Krems), Tobias Wagner (Fenix Toulouse/FRA), Lukas HerburGER (Schaffhausen/SUI)
  • Tor: Golub Doknic (Hard), Ralf-Patrick Häusle (Bregenz)

 

Corona wirft Schatten auf das Turnier

Schon im Vorfeld war die Sorge groß, dass Corona Einfluss auf das Turnier in Ungarn und der Slowakei nehmen wird. Besonders hart wurde etwa Mitfavorit Kroatien getroffen, wo mit Domagoj Duvnjak (THW Kiel) und Luka Cindric (FC Barcelona) zwei Leistungsträger vorerst nicht zur Verfügung stehen. Bei den ersten Tests vor Ort verzeichneten auch die Teams von Montenegro (drei), Serbien, Slowenien und Kroatien (je ein Fall) positve Tests. Zuletzt wurde Kritik an den Bedingungen in den ungarischen Hotels laut, wonach zu wenig für den Schutz der Athleten und Betreuer gemacht würde. Dazu kommt, dass die Hallen in Ungarn vollbesetzt sein dürfen – in der Slowakei ist nur eine Auslastung bon 25 Prozent erlaubt.

Autor: Patrick Deutsch, 14.01.2022