Vertragsverlängerung: Rangnick muss jetzt entscheiden
Inhalt
- ÖFB gibt grünes Licht für Verlängerung
- Ralf Rangnick: Unterschrift vor WM weiterhin offen
- Finanzielle Fragen offenbar geklärt
- Milan-Gerüchte sorgen für Spannung
Die Zukunft von Teamchef Ralf Rangnick beim Österreichischen Fußball-Bund könnte schon bald entschieden werden. Der ÖFB hat nun ein deutliches Signal gesetzt und die Voraussetzungen für eine Vertragsverlängerung geschaffen.
Der Aufsichtsrat des Verbandes ermächtigte ÖFB-Präsident Josef Pröll einstimmig, die Zusammenarbeit mit dem 67-Jährigen zu den bereits besprochenen Konditionen fortzusetzen. Damit liegt der nächste Schritt nun beim Teamchef selbst.
ÖFB gibt grünes Licht für Verlängerung
Die Gespräche zwischen dem ÖFB und Rangnick laufen bereits seit Monaten. Nun hat der Verband einen wichtigen Schritt gesetzt. Der Aufsichtsrat sprach sich einstimmig dafür aus, den Vertrag des Deutschen zu verlängern und gab Pröll das entsprechende Mandat. Für den ÖFB-Chef ist dies ein klares Bekenntnis zum aktuellen Teamchef.
„Der Ball liegt jetzt bei Ralf Rangnick“, erklärte Pröll und machte deutlich, dass der Verband seinen Teil erledigt habe. Damit wartet man nun auf die Entscheidung des Deutschen.
Ralf Rangnick: Unterschrift vor WM weiterhin offen
Ob die Vertragsverlängerung noch vor Beginn der Weltmeisterschaft offiziell wird, bleibt allerdings ungewiss. Rangnick hatte zuletzt betont, dass er sich bei seiner Entscheidung nicht unter Druck setzen lassen wolle. Am 4. Juni reist die österreichische Nationalmannschaft ins WM-Quartier nach Kalifornien. Zehn Tage später wird auch Pröll vor Ort erwartet.
Das erste Gruppenspiel gegen Jordanien steigt am 17. Juni. Aus Sicht des ÖFB wäre eine Einigung vor dem Turnier wünschenswert. „Natürlich wäre es schön, das noch vor der WM zu erledigen“, erklärte Pröll. Gleichzeitig betonte er, dass man Rangnick die notwendige Zeit für seine Entscheidung geben werde.
Finanzielle Fragen offenbar geklärt
Nach Informationen aus dem Umfeld der Verhandlungen soll es bei den finanziellen Rahmenbedingungen bereits seit längerer Zeit keine größeren Differenzen mehr geben. Auch über die Zusammensetzung des Trainer- und Betreuerstabs wurde intensiv gesprochen.
Pröll bestätigte, dass der Verband nicht nur Rangnick, sondern auch dessen gesamtes Team langfristig halten möchte. „Wir haben ein klares Signal gesetzt, dass wir ihn und sein Betreuerteam wollen“, betonte der ÖFB-Präsident.
Milan-Gerüchte sorgen für Spannung
Für zusätzliche Dynamik sorgen zuletzt Spekulationen rund um den AC Milan. Der italienische Traditionsverein soll Rangnick bei einem Treffen in Wien eine Position als Sportdirektor angeboten haben. Wie umfangreich die Kompetenzen des Deutschen in Mailand tatsächlich wären, ist derzeit allerdings noch unklar. Pröll sieht das Interesse anderer Vereine und Verbände vor allem als Bestätigung für die Arbeit des Teamchefs.
„Das zeigt, wie gefragt er als Fußball-Experte und Trainer ist“, sagte der ÖFB-Präsident.