Direkt zum Inhalt
Safety-Car in Monaco
Nach den Crashs von Stroll und Leclerc wurde das Formel-1-Rennen in Monaco wegen schweren Schäden am Asphalt mit der roten Flagge unterbrochen.
Nach den Crashs von Stroll und Leclerc wurde das Formel-1-Rennen in Monaco wegen schweren Schäden am Asphalt mit der roten Flagge unterbrochen.
APA-Images / AFP / YVES HERMAN

Strecke kaputt: Monaco-GP unterbrochen

07.06.2026 um 16:54, Marcel Toifl
min read
Der Grand Prix von Monaco wurde in der Schlussphase unterbrochen. Aufgerissener Asphalt in der letzten Kurve sorgt für eine rote Flagge im Fürstentum.

Das prestigeträchtigste Rennen des Jahres wurde kurz vor dem großen Finale jäh gestoppt: Der Große Preis der Formel 1 in Monaco ist am Sonntagnachmittag wegen massiver Sicherheitsbedenken offiziell unterbrochen worden. In der 68. von insgesamt 78 Runden zog die Rennleitung die rote Flagge, nachdem sich in der letzten Kurve des engen Stadtkurses dramatische Szenen abgespielt hatten. Was zunächst wie eine normale Bergung nach Unfällen aussah, entpuppte sich schnell als handfester Streckenskandal: Der Asphalt auf der Fahrbahn hat den extremen Belastungen nicht standgehalten und ist mitten im Rennen großflächig aufgerissen.

Doppel-Crash in der Schlussphase: Stroll und Leclerc verunfallen an derselben Stelle

Das Chaos im Fürstentum deutete sich nur wenige Augenblicke vor der offiziellen Unterbrechung an. Innerhalb kürzester Zeit verloren zwei Piloten im exakt selben Streckenabschnitt die Kontrolle über ihre Fahrzeuge:

  • Lance Stroll macht den Anfang: Der Aston-Martin-Pilot rutschte in der berüchtigten letzten Kurve des Kurses weg und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein.
  • Heim-Aus für Charles Leclerc: Nur wenig später erwischte es an derselben Stelle ausgerechnet Ferrari-Star Charles Leclerc, der seinen Boliden ebenfalls nach einem Kontrollverlust in die Leitplanken setzte.
  • Vom Safety Car zum Abbruch: Die Rennleitung schickte aufgrund der Trümmerteile zunächst das Safety Car auf die Strecke, um die Unfallstelle zu sichern, ehe kurz darauf das komplette Rennen gestoppt werden musste.

Sicherheit geht vor: Aufgerissener Asphalt zwingt die FIA zum Abbruch

Während die TV-Kameras und die Zuschauer an den Monitoren zunächst vermuteten, dass eine zeitaufwendige Reparatur der Leitplanken den abbruch notwendig machte, sickerte kurz darauf der wahre Grund aus der Boxengasse durch. Nicht die Streckenbegrenzung war das Hauptproblem, sondern die Beschaffenheit der Fahrbahn selbst.

Direkt an der Unfallstelle war der Asphalt komplett aufgerissen und hatte sich großflächig von der Strecke gelöst. Auf dem extrem engen und schnellen Stadtkurs von Monte Carlo stellt ein solcher Fahrbahnschaden ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar. Lose Asphaltstücke können von den extremen Unterböden der Formel-1-Autos wie Geschosse aufgewirbelt werden und nachfolgende Fahrer oder Cockpits lebensgefährlich verletzen. Die Rennleitung fackelte daher nicht lange und stoppte den Grand Prix aus Sicherheitsgründen.

Antonelli auf Siegkurs: Wie geht es beim Monaco-GP jetzt weiter?

Besonders bitter ist die Unterbrechung für den Führenden: Zum Zeitpunkt der roten Flagge lag Mercedes-Youngster Kimi Antonelli souverän an der Spitze des Feldes. Der junge Italiener hatte das Rennen von Beginn an von der Pole Position aus dominiert, sich frühzeitig abgesetzt und kontrollierte den Grand Prix fehlerfrei vor den beiden Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und dem später verunfallten Charles Leclerc.

Die FIA prüft die Schäden am Asphalt intensiv, in Kürze soll das Rennen fortgesetzt werden.

more