England vs Kroatien: Kane dreht intensives Duell gegen Kroatien
- England liefert Steigerung
- Kane trifft im zweiten Versuch
- 80. Tor für Kane
- Auch Kroatien effektiv
- England macht Druck
- Souveräner Start
England hat Kroatien im Duell zweier europäischer Schwergewichte niedergerungen und einen unterhaltsamen Einstieg in die Fußball-WM gefeiert. Harry Kane brachte die "Three Lions" beim 4:2 (2:2) in Dallas mit seinen WM-Toren neun und zehn per Foul-Elfmeter (12.) und per Kopf (42.) zweimal in Führung, Martin Baturina (36.) und Petar Musa (45.+5) glichen jeweils aus. Jude Bellingham belohnte England kurz nach Seitenwechsel (47.), Marcus Rashford (85.) fixierte den Endstand.
England liefert Steigerung
England belohnte sich damit für eine klare Steigerung in der zweiten Halbzeit. "Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften. In der ersten waren wir okay. Es war enttäuschend, wie wir die Gegentore kassiert haben. Ein Lob an unseren Trainer. Er hat in der Halbzeit gesagt, wenn wir schon verlieren, dann auf unsere Art. Und so sind wir in der zweiten Halbzeit auch aufgetreten", meinte Kane. Nach dem anvisierten Dreier zum Start geht es für die Mannschaft von Thomas Tuchel gegen Ghana weiter, Kroatien trifft im zweiten Gruppenspiel auf Panama.
Kane trifft im zweiten Versuch
Kroatien begann druckvoll und brachte Englands Abwehr früh in Bedrängnis. Keine zehn Minuten waren jedoch gespielt, als sich Luka Modric in seinem 199. Länderspiel eine Unachtsamkeit erlaubte. Der kroatische Kapitän traf Gegenspieler Noni Madueke beim Ausputzversuch, Referee Clement Turpin deutete wenig überraschend auf den Elferpunkt. Kane scheiterte an Dominik Livakovic, durfte es aber noch einmal probieren, nachdem Turpin einen Regelverstoß des Kroaten bemerkt hatte. Im zweiten Versuch ließ der Bayern-Torjäger dem Keeper keine Chance.
80. Tor für Kane
England konnte die Partie nach Kanes 80. Tor im Teamtrikot vorerst souverän gestalten. Bellingham verpasste nach einer halben Stunde bei einem Madueke-Querpass knapp den Ball. Der WM-Dritte von 2022 profitierte beim Ausgleich von einem schnellen Gegenstoß. Baturina zog von außerhalb des Strafraums ab, Jordan Pickfords Fingerspitzen konnten das 1:1 nicht verhindern. Doch die Three Lions hatten ihren Kapitän: Kane baute sein Torkonto nach einem Eckball aus, hatte dabei ungewohnt viel Zeit und Raum, den Kopfball platziert zu setzen. Der 32-Jährige hält nun wie Gary Lineker bei zehn Toren bei Weltmeisterschaften.
Auch Kroatien effektiv
Effektiv blieben aber auch die Kroaten, die Sekunden vor dem Halbzeitpfiff neuerlich ausglichen. Der beim FC Dallas engagierte Musa traf nach einer gut getimten Kopfballvorlage von Ivan Perisic. In einer unterhaltsamen Partie zeigten die Fans auf den Rängen nur einmal ihren Unmut. Beim Pfiff zur Trinkpause in der 22. Minute hallten laute Buh-Rufe durchs Stadion. Kritiker monieren die Pausen als reine Unterbrechungen für Werbezwecke.
England macht Druck
Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen, da saß auch der fünfte Schuss aufs Tor. Bellingham setzte sich rechts außen energisch durch und verwertete via Innenstange ins lange Eck. England hätte erneut durch Bellingham sowie Nico O'Reilly kurz danach weiter nachsetzen können. Kroatien wankte beträchtlich. Ein Livakovic in Bestform rettete sein Team auch bei einer weiteren Parade gegen Kane. Modric ging nach einer knappen Stunde und durchwachsenen Vorstellung vom Rasen. Von der Ersatzbank sah er, wie Kroatien nach offensiven Wechseln und Risiko noch einmal alles nach vorne warf. England schaffte aber die Entscheidung: Der eingewechselte Rashford erzielte den sechsten Treffer der Partie.
Souveräner Start
"In der Art und Weise, wie wir das Spiel nach der Führung (zum 3:2, Anm.) kontrolliert haben, waren wir nie in Gefahr. Es gab eine Phase, in der wir drei oder vier Tore hätten schießen können", meinte Kane. Er selbst verhinderte in der 95. Minute im eigenen Strafraum noch das 3:4. Auf den Rängen feierten Englands Fans, für den Weltmeister von 1966 startete die WM nach Maß.