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Elye Wahi im Trikot der ivorischen Nationalmannschaft während der WM 2026
Dem ivorischen Nationalstürmer Elye Wahi wurde wegen eines schwebenden Ermittlungsverfahrens in Frankreich die Einreise nach Kanada verweigert.
Dem ivorischen Nationalstürmer Elye Wahi wurde wegen eines schwebenden Ermittlungsverfahrens in Frankreich die Einreise nach Kanada verweigert.
APA-Images / REUTERS / KYLE ROSS

Paukenschlag: Kanada verweigert Stürmerstar die Einreise

18.06.2026 um 15:35, Marcel Toifl
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Dem ivorischen Stürmer Elye Wahi wurde die Einreise nach Kanada zur WM 2026 verweigert. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Betrugs.

Dem ivorischen Nationalstürmer Elye Wahi wurde von den kanadischen Behörden die Einreise nach Kanada verweigert. Wie der ivorische Fußballverband (FIF) am Donnerstag offiziell bestätigte, wird der 23-jährige Angreifer, der von Eintracht Frankfurt an OGC Nizza ausgeliehen ist, nicht mit der Mannschaft nach Toronto reisen können. Grund für das strikte Vorgehen der Behörden sind schwerwiegende juristische Ermittlungen in Frankreich wegen des Verdachts auf Spielmanipulation und organisierten Betrug.

Keine Einreisegenehmigung für Toronto: Offizielles Statement der FIF

In einer offiziellen Stellungnahme gab der ivorische Verband bekannt, dass die für eine Einreise nach Kanada erforderlichen behördlichen Genehmigungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeholt werden konnten. Bezüglich der im Raum stehenden Vorwürfe zeigte sich die Verbandsführung bemüht, die Wogen zu glätten. Man habe zwar Kenntnis von den verschiedenen Medienberichten genommen, allerdings lägen dem Verband bis dato keine offiziellen gerichtlichen oder behördlichen Dokumente vor, die den Spieler direkt betreffen. Für das Nationalteam bleibe der Profi von Eintracht Frankfurt weiterhin ein wichtiger Bestandteil.

Sportlich wiegt der Ausfall für die Westafrikaner schwer: Beim erfolgreichen 1:0-Auftaktsieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador stand der Stürmer noch in der Startelf. Den deutschen Nationalspielern reicht am Samstagabend in Toronto ein Sieg, um den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde perfekt zu machen.

Die Vorwürfe im Detail: Absichtliche Gelbe Karte und Wettbetrug

Die Hintergründe des verhängten Einreiseverbots sind brisant. Nach Recherchen des Sportmagazins The Athletic wird gegen den Profi-Fußballer in Frankreich ein formelles Ermittlungsverfahren geführt. Demnach besteht das Justizorgan auf den Verdacht von bandenmäßigem und organisiertem Betrug, organisierter Korruption im Sport sowie Hehlerei und Geldwäsche.

Konkret stehen verdächtige und untypische Vorfälle rund um eine Begegnung der französischen Ligue 1 im Fokus:

  • Gegenstand der Untersuchung ist die Erstliga-Partie zwischen OGC Nizza und dem FC Metz vom 17. Mai.
  • Wahi steht unter dem dringenden Verdacht, sich in diesem Duell vorsätzlich eine Gelbe Karte abgeholt zu haben.
  • Der französische Ligaverband LFP verzeichnete für den Fall einer Verwarnung des Spielers ein höchst auffälliges und untypisches internationales Wettverhalten. Auf dem globalen Sportwettenmarkt war ungewöhnlich viel Geld auf eine Verwarnung Wahis gesetzt worden, woraufhin die Liga unmittelbar die Justizbehörden einschaltete.

Staatsanwaltschaft Marseille bestätigt vorübergehende Festnahme

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft Marseille weitreichende polizeiliche Maßnahmen im direkten Vorfeld des Turniers, dort heißt es: "Die Staatsanwaltschaft Marseille bestätigt, dass ein 23 Jahre alter Profi-Fußballer, der in der französischen Ligue 1 spielt, am 29. Mai 2026 im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Marseille (…) wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen wurde."

Nach einer richterlichen Vernehmung wurde der Fußballprofi zwar wieder auf freien Fuß gesetzt, wodurch ihm die vorzeitige Reise mit seinem Nationalteam über den Atlantik ermöglicht wurde. Da die strafrechtlichen Ermittlungen der französischen Justizbehörden jedoch in vollem Gange sind, verweigerten die kanadischen Behörden mit Verweis auf das laufende Verfahren nun konsequent die Einreise.

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