DFB: Klopp überrascht mit XXL-Kader
Jürgen Klopp startet mit einem ungewöhnlichen Experiment in seine Amtszeit als deutscher Bundestrainer. Für die ersten vier Spiele in der Nations League hat der 59-Jährige gleich 44 Spieler nominiert. Statt eines klassischen Aufgebots setzt Klopp auf zwei Kader, die nacheinander zum Einsatz kommen sollen. Besonders auffällig: Gleich 16 Profis haben bislang noch kein A-Länderspiel absolviert.
Klopp setzt auf 44 Spieler
Am Donnerstag präsentierte Klopp auf dem DFB-Campus in Frankfurt sein erstes Aufgebot als Bundestrainer. Genau 80 Tage nach dem WM-Aus gegen Paraguay beginnt damit die neue Zeitrechnung bei der deutschen Nationalmannschaft.
Für die ersten beiden Spiele stehen zunächst 24 Spieler bereit. Deutschland gastiert am 24. September in Amsterdam bei den Niederlanden, ehe drei Tage später in Augsburg Griechenland wartet.
Klopp nutzt damit das ungewöhnliche Länderspielfenster mit vier Partien innerhalb von elf Tagen, um möglichst viele Spieler persönlich kennenzulernen und gleichzeitig die Belastung für die Profis zu steuern.
16 mögliche Debütanten dabei
Besonders auffällig ist die große Zahl an neuen Gesichtern. Insgesamt 16 Spieler im erweiterten Aufgebot warten noch auf ihr erstes A-Länderspiel.
Zum ersten Block gehören unter anderem Hennes Behrens vom FC Augsburg, Max Rosenfelder und Philipp Treu vom SC Freiburg, Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim sowie Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt.
Später stoßen weitere Debütanten hinzu. Dazu zählen etwa Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart, Felix Keidel vom SV Elversberg, Vitaly Janelt vom FC Brentford sowie Mika Baur von Celtic Glasgow und Derry Scherhant vom SC Freiburg.
Daneben setzt Klopp aber auch auf etablierte Kräfte. Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Kai Havertz und Florian Wirtz gehören ebenfalls zum XXL-Aufgebot.
Großer Wechsel nach Griechenland-Spiel
Nach dem Heimspiel gegen Griechenland am 27. September wird das Team deutlich verändert. Ein Großteil des ersten Aufgebots reist zurück zu den Vereinen, während 20 andere Spieler zur Nationalmannschaft stoßen.
Unter ihnen befinden sich unter anderem Maximilian Mittelstädt, Ridle Baku, Brajan Gruda, Tom Bischof, Saïd El Mala, Karim Adeyemi und Jonathan Burkardt.
Mit dieser zweiten Gruppe bestreitet Deutschland am 1. Oktober in München das Nations-League-Spiel gegen Serbien. Drei Tage später folgt in Thessaloniki das Rückspiel gegen Griechenland.
Kracher gegen die Niederlande zum Start
Seine Premiere als Bundestrainer erlebt Klopp damit gleich bei einem Klassiker. Am 24. September wartet in Amsterdam das Duell mit den Niederlanden. Anpfiff ist um 20.45 Uhr.
Nach dem enttäuschenden WM-Aus soll der frühere Liverpool- und Dortmund-Trainer einen Neustart einleiten. Sein erster Kader zeigt bereits, dass Klopp dabei nicht nur auf bekannte Namen setzt, sondern zahlreichen Spielern eine neue Chance geben will.