Deadline Day: Darum endet die Transferfrist heuer später
Eigentlich endet das Sommer-Transferfenster traditionell mit Ende August. 2026 bekommen viele europäische Fußballklubs jedoch einen zusätzlichen Tag Zeit. Der Deadline Day steigt in mehreren großen Ligen erst am Dienstag, dem 1. September. Eine wichtige Rolle spielt dabei England: Dort ist der 31. August ein gesetzlicher Feiertag. Für die Vereine bedeutet das noch einige zusätzliche Stunden für spektakuläre Last-Minute-Transfers.
Darum fällt der Deadline Day auf den 1. September
Schon im vergangenen Sommer endete die Transferperiode erst im September. Damals war der Grund allerdings einfach: Der 31. August 2025 fiel auf einen Sonntag, weshalb die Frist in vielen Ligen auf den folgenden Werktag verschoben wurde.
2026 sieht die Ausgangslage anders aus. Der 31. August fällt auf einen Montag. Trotzdem haben die Klubs in England bis zum darauffolgenden Dienstag Zeit. Hintergrund ist der sogenannte Summer Bank Holiday. Der letzte Montag im August ist in England und Wales ein gesetzlicher Feiertag.
Die Premier League hat ihr Sommer-Transferfenster deshalb bis Dienstag, den 1. September, geöffnet. Schluss ist um 23 Uhr britischer Zeit, also um Mitternacht österreichischer Zeit.
So lange haben die Top-Ligen Zeit
Auch mehrere andere europäische Top-Ligen haben ihren Deadline Day auf den 1. September gelegt. Damit bleiben die wichtigsten Transfermärkte Europas möglichst lange parallel geöffnet.
In Deutschland endet die Transferperiode am Dienstag um 20 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt schließen auch Frankreichs Ligue 1 und Italiens Serie A ihre Fenster.
Deutlich länger können die Vereine in Spanien verhandeln. LaLiga hält an ihrer späteren Deadline fest und erlaubt Transfers bis kurz vor Mitternacht. In England läuft die Frist ebenfalls bis spät in den Abend.
Damit könnte es gerade in den letzten Stunden noch zu einigen prominenten Wechseln kommen. Traditionell nutzen zahlreiche Vereine den Deadline Day, um kurzfristig auf Verletzungen, Abgänge oder Lücken im Kader zu reagieren.
Österreich hat noch länger offen
Während in den größten europäischen Ligen am 1. September Schluss ist, haben Österreichs Bundesligisten noch etwas mehr Zeit. Die Sommerübertrittszeit läuft hierzulande bis Donnerstag, den 3. September, um 17 Uhr.
Damit können österreichische Vereine auch nach dem Ende der deutschen, italienischen oder französischen Transferperiode noch Spieler verpflichten. Das kann insbesondere bei Profis interessant werden, die in einer der großen Ligen kurzfristig keine Perspektive mehr haben.
Auch andere Länder haben abweichende Fristen. In der Schweiz bleibt das Fenster beispielsweise länger geöffnet als in den Top-5-Ligen. In der Türkei endet die offizielle Sommer-Transferperiode für Profis am 4. September.
Was nach Transferschluss noch möglich ist
Ein geschlossenes Transferfenster bedeutet außerdem nicht zwangsläufig, dass ein Spieler seinen bisherigen Klub nicht mehr verlassen kann. Entscheidend ist, ob das Transferfenster im Zielland noch geöffnet ist.
Ein Spieler aus der deutschen Bundesliga könnte nach dem 1. September beispielsweise noch in ein Land wechseln, dessen Frist später endet. Umgekehrt dürfen deutsche Klubs nach ihrem eigenen Transferschluss grundsätzlich keine neuen vertragsgebundenen Spieler mehr registrieren. Eine Sonderstellung nehmen vereinslose Profis ein. Für sie gelten teilweise andere Registrierungsvorgaben.